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Sex, Drugs, Rock'n'Roll und Günter
"Der Große Schneidewind", oder für Freunde einfach: Günter Schneidewind. Musikredakteur und Moderator bei SWR1. Egal, welches Lied, welcher Künstler, Günter gibt immer gern seinen Senf dazu. Aber er darf das, denn er hat sie selbst getroffen, die Größen des Musikgeschäfts.

Wenn Günter Schneidewind seine Geschichten erzählt, kommt oft der Spruch von Kollegen: "Schreib das doch auf!" Hat er. Und so kann man seine gefühlvollen Anekdoten endlich nachschlagen. Das Buch kommt mit einer CD - und so kann man nachlesen und hören, wie er mit Marianne Faithfull auf ihrem Sofa in Paris geplaudert hat. Oder auch wie Manfred Mann ihm das Stück Marmorkuchen mit mehr Schokolade abquatscht. Manfred will zwischen 10 und 12 Uhr morgens nicht übers Masturbieren reden – und tut es dann doch.
Bei Günter muss sogar Brian May, Gitarrist von Queen, zugeben, ein fauler Sack zu sein und nicht genug zu spielen. Dann merkt May plötzlich, dass er während des Interviews ganz tief in seine Seele schaut. Und auch über Günter selbst erfährt man einiges. Besonders wenn er auf eigene Idole trifft. Zum Beispiel Paul McCartney, dem Beatle, dem sich Günter irgendwie immer nah gefühlt hat.
Man muss sich nicht entscheiden zwischen Rolling Stones und Beatles. Man kann sie beide auf der Couch haben. Das Interview mit Mick Jagger - eine echte Überraschung. Ganz nebenbei werden außerdem alte Missverständnisse geklärt: Warum zum Beispiel heißt Meat Loaf Meat Loaf und was hat Shakespeare damit zu tun?
Sein Buch ist kein Musiklexikon, sondern ein kleiner Einblick in Günters Leben voller Musik. Zwischendrin stutzt man, ist überrascht und fast erschrocken, denn Geheimnisse werden gelüftet. Zum Beispiel, wer die geheimnisvolle Frau ist, die Brain May begleitet. Oder auch, warum das Sofa-Interview mit Marianne Faithfull doch nicht so gemütlich war…
Autorin: Jana Kübel
Letzte Änderung am: 13.09.2011, 11.43 Uhr