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Vor 40 Jahren, am 6. Juli 1971 starb Satchmo Louis Armstrong, einer der größten Jazztrompeter und Entertainer der amerikanischen Musikszene. Man kennt seinen großen Hit "What A Wonderful World", seine unvergesslichen Interpretationen von "Hello Dolly", "Mack The Knife" (Mackie Messer) aus Brechts "Dreigroschenoper" oder seine Duette mit Ella Fitzgerald. Der "Große Schneidewind" hat noch ein paar Fakten mehr zu Leben und Werk von Louis Armstrong.

Man nennt ihn auch die Stimme Amerikas, denn die und den Klang seiner Trompete kannte auch im Nachkriegsdeutschland jedes Kind. Oft war Louis Armstrong im Deutschen Fernsehen zu sehen und zwar in Ost und West, denn Deutschland liebte der Satchmo ganz besonders.
Der Legende nach begann der berühmteste Trompeter aller Zeiten seine Karriere auf einem Lumpenwagen im Armenviertel von New Orleans, wo er auf einem Eisenrohr wie auf einer Trompete spielte. Seine Großeltern wurden noch als Sklaven geboren, und klein Louis kümmerte sich selbst um sein Wohlergehen. In einem Heim für verwahrloste Kinder erhielt er seinen ersten Musikunterricht und wurde dank seines Talentes Leiter des Heimorchesters. Louis wurde mit seinem Instrument, einem Kornett zum Wunderkind in ganz New Orleans. Bald wirkte er auf diversen Plattenaufnahmen mit und die Industrie akzeptierte ihn als neuen König des Jazz, das war 1925. Zu seiner eigenen Art, Trompete zu spielen, kam dann der kehlige Gesang, der gleichfalls zu seinem Markenzeichen wurde.
Louis Armstrong riss die Barrieren der Rassentrennung nieder. Er spielte mit schwarzen und weißen Musikern, sagte sich selbst im Radio an, weil der weiße DJ sich weigerte den schwarzen Künstler anzukündigen und er bereiste mit seiner Band die jungen afrikanischen Nationalstaaten, die in den Sechzigern ihre Unabhängigkeit erlangt hatten.
Der ständige Tourstress hatte seinen Preis. Der Satchmo, so genannt wegen seines großen Mundes, erlitt mehrere Herzanfälle, in deren Folge er am 6. Juli 1971 verstarb. 1968 hatte er mit dem für ihn untypischen "What A Wonderful World" einen Nummer 1 Hit. Er selbst nahm nur 250 $ Honorar für die Aufnahme, um sicher zu gehen, dass das Orchester korrekt bezahlt wird.
Günter Schneidewind
Letzte Änderung am: 05.07.2011, 13.44 Uhr