Ensemble:
Frankie Goes To Hollywood:
Holly Johnson (voc)
Marc O'Toole (bg, voc)
Paul Rutherford (voc)
Brian Nash (g)
Peter Gill (dr)
Komponist:
Holly Johnson
Marc O'Toole
Paul Rutherford
Brian Nash
Peter Gill
Erschienen:
1984
FRANKIE GOES TO HOLLYWOOD dominierten für kurze Zeit die britische Musikszene Mitte der 80er Jahre. Was die Band von anderen abhob, war ihre grosse Marketing-Kampagne mit T-shirts, Slogans und homoerotischen Videos, die in Großbritannien kontroverse Diskussionen hervorrief.
Gegründet wurde die Band 1980 in Liverpool. Von der Öffentlichkeit bemerkt wurden sie erst 1982, als im britischen Fernsehprogramm ein Clip von "Relax" lief, welcher einige Plattenfirmen auf den Plan rief. 1983 wurde die erste Single "Relax/Ferry cross the Mersey" veröffentlicht und wegen seines homoerotischen und provozierenden Inhalts wegen von der BBC boykottiert. Dies führte natürlich dazu, dass der Song sofort auf Platz 1 der Charts schoss, wo er fünf Wochen lang blieb. Auch in den anderen europäischen Ländern setzte er sich durch: Platz 1 z.B. in der deutschen Hitparade. In den USA dauerte es allerdings noch bis 1985; der Titel kletterte unter die Top-10, nachdem er in der erfolgreichen Komödie "Police Academy" verwendet wurde. Die Nachfolgesingle von "Two tribes" stürmte 1984 an die Spitzenposition und eine Art "Frankie-Mania" ergriff von England Besitz.
Weitere Hits wurden die langsame Ballade "The power of love" (Platz 1 in den britischen und Platz 4 in den deutschen Charts) und, nach einer kurzen Durststrecke, "Rage hard" im Jahr 1986. Im April 1987 trennten sich Frankie goes to Hollywood. Holly Johnson und Paul Rutherford machten solo weiter. Johnson veröffentlichte bisher drei Alben und war auch als Maler erfolgreich und schrieb eine Autobiografie. Als er in den 90er Jahren an Aids erkrankte, zog er sich aus der Musikszene zurück.