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SWR Pressemitteilung Schwetzinger SWR Festspiele 2017 unter dem Motto „Leidenschaft“

52 Veranstaltungen von 28. April bis 27. Mai 2017 / Kontinuität und Weiterentwicklung unter neuer Festivalleitung / Vorverkauf startet am 7. Dezember

Die 66. Schwetzinger SWR Festspiele stehen im Jahr 2017 unter dem Motto „Leidenschaft“. Die Musik Claudio Monteverdis, dessen Opern und Madrigale sich in ihren Geschichten aus der Leidenschaft speisen, bildet einen inhaltlichen Schwerpunkt des Festivalprogramms. Den halbszenischen Aufführungen seiner drei überlieferten Opern steht die Uraufführung der Musiktheaterproduktion „Tre Volti – Drei Blicke auf Liebe und Krieg“ gegenüber, die in engem Bezug zu Monteverdis Musik am 28. April die Schwetzinger SWR Festspiele eröffnet. In insgesamt 52 Veranstaltungen mit hochkarätigen Künstlern pflegt die neue Künstlerische Leiterin Heike Hoffmann die Tradition der Festspiele und setzt gleichzeitig neue Akzente. Die Festspiele dauern vom 28. April bis zum 27. Mai 2017. Der Kartenvorverkauf beginnt am 7. Dezember 2016.

Rokokotheater des Schwetzinger Schlosses

Rokokotheater des Schwetzinger Schlosses

Perspektiven auf Monteverdis Opern

Die Eröffnungsproduktion „Tre Volti – Drei Blicke auf Liebe und Krieg“ von Annette Schlünz (Musik) und Ulrike Draesner (Text) in der Regie von Ingrid von Wantoch Rekowski und unter der musikalischen Leitung von Jeremias Schwarzer nimmt direkten Bezug auf Claudio Monteverdis Madrigal „Il Combattimento di Tancredi e Clorinda“. In einer vielschichtigen Begegnung von Alter und Neuer Musik sind unter anderem Petra Hoffmann (Sopran) und Dietrich Henschel (Bariton) sowie Concerto Köln zu erleben. Die drei Monteverdi-Opern „L’Orfeo“, „L’Incoronazione di Poppea“ und „Il ritorno d’Ulisse in patria“ werden von einem der weltweit besten Ensembles für dieses Repertoire interpretiert: La Venexiana unter der Leitung von Davide Pozzi. Weitere Monteverdi-Bezüge sind unter anderem in der neuen Reihe „Grenzgänge“ zu entdecken, in denen Musiker wie Michael Riessler, Jean-Louis Matinier, Michel Godard oder das Sheridan Ensemble zeigen, wie der von Monteverdi eingeführte Ostinato-Bass die Musik bis heute prägt.

Neue Akzente

Zu den weiteren Neuerungen im Programm gehören die Streichquartett-Matineen an Sonn- und Feiertagen. Sie starten mit dem Artemis Quartett, dem quatuor diotima, dem Cuarteto Casals, dem Quatuor Ebène und dem Schumann Quartett. Zudem erhalten vielseitige Künstlerpersönlichkeiten wie die Geigerin Carolin Widmann, der Pianist Martin Helmchen und das GrauSchumacher Piano Duo Gelegenheit, sich in mehreren Konzerten zu präsentieren. Ein Musikalischer Parcours mit Teilnehmern der Hofmusik-Akademie und der Hochschule Luzern-Musik trägt die Musik direkt in die Stadt, wenn aus Geschäften der Carl-Theodor-Straße zahlreiche intime Konzertsäle werden. Und ein musikalischer Spaziergang im Schlossgarten erweist dem kunstsinnigen Kurfürsten Carl Theodor seine Reverenz.

„Ein Sommernachtstraum“ mit Klaus Maria Brandauer

Langbewährte Konzertformate sind die Orchesterakademie mit dem SWR Symphonieorchester, die Schwetzinger Hofmusik-Akademie und das ARD-Preisträgerkonzert. Es gibt zwei Konzerte im Dom zu Speyer und darüber hinaus zahlreiche Kammerkonzerte, Klavier- und Liederabende mit hochkarätigen Ensembles und Künstlern wie Concerto Köln, der Akademie für Alte Musik Berlin unter Emmanuelle Haïm, dem SWR Vokalensemble, dem SWR Experimentalstudio, Pierre-Laurent Aimard, Boris Giltburg, Dietrich Henschel und Gerald Finley. Den Abschluss der Festspiele 2017 bildet „Ein Sommernachtstraum“ mit Klaus Maria Brandauer und dem GrauSchumacher Piano Duo: Felix Mendelssohn Bartholdys Musik und William Shakespeares Text entführen in mythische Welten.

Alle Veranstaltungen werden aufgezeichnet und in SWR2 gesendet. Zudem sind alle Besucher der Schwetzinger SWR Festspiele herzlich zu den Lesungen, Direktübertragungen und Aufzeichnungen der SWR2-Sendungen vor Ort eingeladen. Konzerte sind auch auf SWRClassic.de zu erleben. Über die Sendetermine aller Angebote informiert die Homepage der Festspiele.