Alles wird verwendet

Schlachtabfälle gab es kaum. Fleisch und Innereinen wurden direkt gebraten und von den vielen hungrigen Mäulern sofort verspeist. Die besonders mageren Fleischpartien konnten über dem offenen Feuer auf einem Gitter langsam getrocknet werden und so noch Monate nach der Schlachtung als Trockenfleisch verwendet werden.
Das kalorienreiche Mark aus den Knochen wurde entweder direkt gegessen oder in einer Brühe ausgekocht. Die Knochen lieferten Werkzeuge, zum Beispiel Material für feine Nadeln oder Meißel. Das Fell wurde mit dem Hirn des Tieres und dem übrigen Fett gegerbt. Die Sehnen der Tiere wurden zum Nähen oder zum Knüpfen von Seilen verwendet.
Arbeitskraft der Tiere
Die jungsteinzeitlichen Bauern erlernten - im Vergleich zu den Jägern und Sammlern - einen neuen Aspekt im Umgang mit Tieren kennen und schätzen. Denn Haustiere waren im Unterschied zu den wild lebenden Jagdtieren mehr als ein lebendes Schnitzel mit wärmender Verpackung. Auch lebendig konnten Tiere dem Menschen nützen. Als Haustiere machten sie nicht nur eine Menge Arbeit, sondern konnten auch Arbeit erleichtern. Als lebender Pflug erleichterten Schweine den Getreideanbau. Als lebenskräftige Zugkraft konnten Rinder vor Wägen gespannt werden. Und milchgebende Tiere lieferten einen wesentlichen Anteil der täglich dringend benötigten Kalorien.
"Es dauert alles etwas länger"
Ein Schwein wird geschlachtet
Tierische Mitbewohner
Von Ziegen, Kühen und Hausschweinen
Auf der Weide
Milch- und Fleischlieferanten




