Nahrungsquelle Wald
Eine hohe Dosis Vitamin C und Kalorienbomben für den Winter lieferte - auch nach der Umstellung auf Ackerbau und Viehzucht - nach wie vor der Wald. Dort fanden sich Himbeeren, Brombeeren, Walderdbeeren und Judenkirschen, die während der Sommermonate laufend gesammelt wurden. Und auch im Herbst lieferte der Wald die nötigen Vitamine in Form Holunderbeeren, Hagebutten, Schlehen und Wildäpfeln. Getrocknet waren diese Früchte und Pilze auch im Winter ein wichtiger Vitaminspender.
Haselnüsse, Bucheckern und Eicheln können gut gelagert werden und sind wahre Kalorienbomben: 100 Gramm Haselnüsse beispielsweise haben etwa 630 kcal. Zum Vergleich: 100 Gramm Pizza Margherita besitzen gerade einmal 200 kcal.
Eicheln - ein bitteres Vergnügen
Haselnüsse und Bucheckern essen wir auch heute noch gerne - aber Eicheln? Eicheln sind zunächst vor allem eines: bitter. Denn die Früchte enthalten bitterschmeckende Gerbstoffe. Durch langes Kochen in Wasser kann man diese aber herauslösen. Auch heute noch werden Eicheln - auch in der Gourmetküche - verwendet.
Die Frage, ob die Jungsteinzeitler die Eicheln tatsächlich abgekocht und selbst gegessen haben oder sie ausschließlich an ihre Tiere verfütterten, konnte man bislang nicht eindeutig beantworten. Sicher ist aber: unsere Vorfahren haben deutlich bitterer gegessen als wir heute. Denn auch in den meisten Wildkräutern stecken Bitterstoffe.
Konservieren
Räuchern, Trocknen und Braten - das sind die Konservierungsmöglichkeiten der Steinzeit. Denn eine steuerbare Kühlkammer gab es vor 5.000 Jahren noch nicht. Doch nicht nur Obst, Kräuter und Pilze können getrocknet werden. Auch mageres Fleisch kann - bei der richtigen Temperatur und unter ständiger Beobachtung - in Trockenfleisch verwandelt werden. Eine wertvolle Eintopfbeilage auch Monate nach der Schlachtung.




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