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Stein-Geschichten der SWR.de-Nutzer

Eine Auswahl der schönsten Einsendungen

Wir wollten wissen, welche Erinnerung Sie mit Steinen verbinden. Sie haben uns Ihre persönliche Stein-Geschichte erzählt. Unter allen Einsendungen wurden zehn Begleitbücher und zehn DVDs zur TV-Reihe "Steinzeit - Das Experiment. Leben wie vor 5000 Jahren" verlost. Beide Artikel sind auch im SWR-Shop und im Handel erhältlich. Hier eine Auswahl der schönsten Stein-Geschichten.

Stein-Geschichte von Monika Königstein aus Grevenbroich

23-Kilo Fundstück aus Stein aus Frankreich (Quelle: SWR, Foto: M. Königstein)
23-Kilo-Fundstück aus Frankreich

"Im Herbst 1995 verbrachten wir einen 8-tägigen Urlaub mit unserer (Groß-) Familie auf der Insel Re in Frankreich. Gleich am ersten Tag mieteten wir uns Leihfahrräder, um die Insel besser erkunden zu können. Auf einer dieser Touren landeten wir am Strand auf der gegenüber liegenden Inselseite, etwa 5 Kilometer entfernt von unserer Unterkunft. Hier fand ich "ihn", mein Urlaubssouvenir.

Naja, eigentlich war es anfangs als Scherz gemeint, als ich sagte "den nehme ich mit", aber als es später wieder zurückgehen sollte, hatte man mir das ca. 23 Kilo schwere Fundstück ins Lenker-Fahrradkörbchen gelegt. Ich habe mich dann lachend aufs Rad geschwungen und "eierte" über die Landstraße zurück zur Ferienwohnung. Nach dieser gemeinsamen Fahrt konnten auch heiße Debatten mit meinem Schwiegervater über Sinn, Unsinn und erhöhten Spritverbrauch mich nicht davon abhalten, "meinen Stein" mit nach Deutschland zu nehmen."

Stein-Geschichte von Jan Weertz aus Terschuur / Niederlande

Stolzer Fund - großer Feuerstein (Quelle: SWR, Foto. J Weertz)
Stolzer Fund: Feuerstein

"Als ich etwa zehn Jahre alt war, war ich öfters bei einem älteren Mann in meinem Geburtsdorf Rijckholt zu Besuch. Dieser Herr Rompelberg war damals schon 80 Jahre alt. Aber als er jung war, kamen belgische Forscher nach Rijckholt, um die steinzeitliche Feuersteingrube zu untersuchen, die sich dort befindet. Rompelberg wurde ihr Helfer. Später hat er viel auf den Äckern nach Feuersteinwerkzeugen gesucht, die der Steinzeitmensch dort hinterlassen hatte. Stundenlang erzählte Rompelberg mir darüber.

Fasziniert wie ich war, ging ich selbst auf den Äckern meines Onkels suchen. Ich fand sehr große Feuersteine! Ich holte mein kleines Wägelchen, das mein Großvater noch als Kohlenwagen benutzt hatte. Ich hob die Steine darauf und wollte sie Herrn Rompelberg zeigen. Leider waren meine Augen zu groß: ein Rad zerbrach, und ich konnte nur ohne Steine nach Hause gehen. Meine Mutter hatte Mitleid und half mir, das Wägelchen weiterzuschleppen.

Als ich Herrn Rompelberg die Steine zeigte, war meine Enttäuschung groß: es waren keine steinzeitlichen Werkzeuge, sondern von der Natur bizarr geformte Steine. Herr Rompelberg lernte mich aber so viel über Steine, dass sie seitdem mein Hobby geworden sind. Dank Herrn Rompelberg und dank meiner ersten Erfahrung mit (zu schweren) Feuersteinen interessiere ich mich fast 37 Jahre später noch immer für Steine, steinzeitliche Werkzeuge und Geologie."

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