Mittelsteinzeit
9500 bis 5500 vor Christus
Gegen Ende der letzten Eiszeit findet in Europa eine stetige Wiederbewaldung statt. Die eiszeitlichen Tiere sterben aus oder ziehen sich in den Norden oder in die Alpen zurück. Neue Tiere wie Hirsch, Wildschwein, Reh und Ur werden heimisch. Diese veränderte Tierwelt erfordert eine neue Jagdtechnik. Scheue und in kleinen Gruppen lebende Waldtiere werden nun bevorzugt mit Pfeil und Bogen zur Strecke gebracht. Die Pfeilspitzen bestehen aus kleinen, geometrischen Feuersteineinsätzen – den so genannten Mikrolithen. Diese Artefakte werden von den Archäologen und Archäologinnen der Mittelsteinzeit (Mesolithikum, ca. 9500 bis 5500 vor Christus ) zugewiesen. Die Menschen in der Mittelsteinzeit leben immer noch als nomadisierende Wildbeuter. Neben Hirschschnitzel stand vermehrt auch Fisch auf dem Speiseplan, was Knochenfunde, Boote, Netzreste und Harpunen - vor allem von der so genannten Ertebøllekultur in Dänemark und Norddeutschland - belegen.
Fundsache

Mittelsteinzeitliche Mikrolithen
Charakteristisch für die Mittelsteinzeit sind kleine, aus Feuerstein und Quarziten gefertigte Werkzeuge, so genannte Mikrolithen. Sie dienten als scharfe Einsätze in Holzschäften von Harpunen, Speeren und Pfeilen.
Zur gleichen Zeit, an anderem Ort

Um 8.000 bis 12.000 Jahre vor Christus entstehen frühe menschliche Siedlungen auf dem Gebiet der heutigen Türkei, unter anderem in Çatal Höyük und Göbekli Tepe.





