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Fundstätten auf dem Weg

Schneiderküren-Alpe (Jäger- und Hirtenlager)

Die Alpenwanderer an einem Lagerplatz aus der Steinzeit (Quelle: SWR)

Das Jäger- und Hirtenlager auf der Alpe Schneiderküren ist - ähnlich wie der "Hohle Stein" -  eine große überhängende Felswand, die als Nachtlager genutzt werden kann. Für die Tour der "Ötzis" wurde dort eine Feuerstelle rekonstruiert. Ein Feuer, das an dieser Stelle entzündet wird, strahlt von der Felswand ab und wärmt das gesamte Lager. "Wir haben das getestet. Draußen hat es geregnet und es war bitterkalt. Aber dort waren ideale Temperaturen", berichtet der Innsbrucker Archäologe Walter Leitner.

Feuersteinmähder

Ingo vor steinzeitlichem Feuersteinbergwerk (Quelle: SWR)

Der Feuersteinmähder ist ein steinzeitliches Feuersteinbergwerk, in dem dieses wichtige Rohmaterial der Steinzeit abgebaut wurde. Der Stein ist von besonderer Qualität und wurde von den Steinzeitmenschen für Werkzeuge verwendet. Feuerstein gilt als "Stahl" der Steinzeit.
Archäologen gehen davon aus, dass die Menschen den Stein bereits in der mittleren Steinzeit, ab dem 7. oder 8. Jahrhundert vor Christus abgebaut haben. In der Jungsteinzeit wurde Feuerstein auch industriell in Schächten und Stollen abgebaut.

Piller Höhe

Steinzeitlicher Brandopferplatz (Quelle: SWR)

Der prähistorische Brandopferplatz am Piller Sattel wurde in der Bronzezeit um 1.800 vor Christus errichtet. Der Platz, der heute ein rund 2,5 Meter hoher Grashügel ist, ist ein Beleg dafür, dass es schon damals einen Nord-Süd-Verbindungsweg gegeben hat. Die Menschen haben ihn aufgesucht um dort ihre Opfer darzubringen. Es handelte sich dabei um Tier- beziehungsweise Blutopfer, aber auch um Sachopfer oder Getreideopfer.
Die Asche, die bei der Verbrennung der Opfer entstand, war heilig. Sie durfte nicht bewegt werden, was dazu führte, dass es bis zu 1,5 Meter hohe Ascheschichten gab. Um bei Bedarf zu opfern, haben die Menschen in der Nähe des Platzes so genannte "Schatzstellen" errichtet, in denen sie ihre Opfer deponiert haben, erklärt der Innsbrucker Archäologe Walter Leitner.

"Hohler Stein"

die "Ötzis" entzünden ein Lagerfeuer unter einem Hohlen Stein (Quelle: SWR, Foto: Jochen Schmoll)

Der "Hohle Stein" bei Vent ist ein vier Meter hoher Felsblock, der gleichzeitig vier Meter nach vorne ragt und so eine Art Felshöhle bildet. An solchen Stellen im Gebirge haben die Menschen der Steinzeit Rast gemacht. Aber auch heute noch würde man sich diesen Platz aussuchen, um dort zu rasten oder ein Nachtlager zu errichten, meint der Archäologe Walter Leitner. Die Höhle hat neben dem Übernachtungsplatz eine Feuer- und Steinschlagstelle und diente unter anderem Jägern als Lager.

Ötzi-Fundstelle

ein Kameramann und die "Ötzis" bei Dreharbeiten an der Ötzi-Fundstelle (Quelle: SWR, Foto: Jochen Sc

Mit einer Höhe von 3.210 Metern ist die Fundstelle des "Mannes aus dem Eis" nicht nur der Höhepunkt der Alpenüberquerung, sie ist gleichzeitig auch der höchste Punkt der Tour. Ötzi wurde 1991 in einer Felswanne am Tisenjoch in den Ötztaler Alpen von einem deutschen Ehepaar gefunden.
Er wurde von hinten durch einen Bogenschützen ermordet.  Heute ist die 5.000 Jahre alte Mumie im Südtiroler Archäologie-Museum in Bozen zu sehen.

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