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Bronzezeit

2200 bis 800 vor Christus

Auf die Jungsteinzeit folgt in Deutschland um 2200 vor Christus die Bronzezeit. Spezialisierte Gewerbe - zum Beispiel Bronzegießer, Metallhändler - kommen auf. Archäologen haben aus dieser Zeit befestigte Siedlungen sowie reich ausgestattete Gräber gefunden.  Sie schließen daraus, dass sich die sich die Gesellschaft in dieser Periode zunehmend hierarchisiert hat. Geräte, Waffen und Schmuck wurden nun vorwiegend aus Bronze - einer Legierung aus Kupfer und Zinn - gefertigt. Sicher nachgewiesen ist jetzt das Pferd, welches als Reit-, aber wohl auch als Zugtier für Wagen genutzt wurde. Auch in dieser Periode gab es noch Pfahlbauten im Bodenseeraum. Große Siedlungen fanden sich beispielsweise bei Unteruhldingen, wo sich auch das Pfahlbaumuseum befindet.

Ein spektakulärer Neufund aus der Bronzezeit ist die berühmte Himmelsscheibe von Nebra. Sie wurde 1999 von Raubgräbern auf dem Mittelberg (Sachsen-Anhalt) entdeckt und bei einer Polizeiaktion in Basel von der Polizei beschlagnahmt. Neben Sonne und Mond sind Sterne aus Gold auf der Bronzescheibe abgebildet. Sieben Sterne bilden das Sternbild der Plejaden. Das astronomische Instrument wird in die Zeit um 2100 bis 1700 vor Christus datiert.

Fundsache

Schmuck aus der Bronzezeit

Die Kreativität in der Herstellung von Schmuck ist auf die handwerkliche Spezialisierung in der Bronzezeit zurückzuführen. Es gab eine Fülle von aufwendig verzierten Schmuckstücken, Waffen und Gebrauchsgegenständen. Bei Begräbnissen unter Hügelgräbern wurden den Verstorbenen oft Schmuckstücke als Zeichen der sozialen Stellung mit ins Grab gelegt.

Zur gleichen Zeit, an anderem Ort

Minospalast von Knossos auf Kreta (Quelle: picture-alliance, dpa)
Minospalast von Knossos auf Kreta

Auf Kreta wurden antike Herrschaftssitze errichtet. Der bekannteste ist der minoische Königspalast von Knossos, der vermutlich aus der Zeit um 1900 v.Chr. datiert und nach seiner Zerstörung um 1700 vor Christus noch prächtiger wieder aufgebaut wurde.

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