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Kunstfaser statt Bärenfell

Moderne und steinzeitliche Ausrüstung im Vergleich

Bildkombination: Mann in jungsteinzeitlicher Ausrüstung re und Mann in moderner Wanderausrüstung (Qu
Wanderausrüstung: einmal jungsteinzeitlich und einmal modern

Kopfbedeckung

Henning mit neolithischer Fellmütze (Quelle: SWR, Foto: Ralf Nowak)
Henning mit neolithischer Fellmütze

Steinzeit:
Die Bärenfellmütze wurde aus mehreren Fellstreifen zusammengenäht. Sie besaß seitlich zwei Lederbänder zum Festschnüren unter dem Kinn.

Moderne Kopfbedeckung (Quelle: SWR, Foto: Philipp Karwath)
Heute hält Polyester die Nässe ab

Moderne:
Wollmützen halten Kopf und Ohren warm. Fleece-Mützen aus Polyester tun dies auch, sie sind aber leichter und halten die Feuchtigkeit besser ab.

Oberbekleidung

Jacke aus Ziegenfell - darunter ein Lederhemd (Quelle: SWR, Foto: Jochen Schmoll)
Jungsteinzeitliche Wanderjacke

Steinzeit:
Unsere Steinzeit-Wanderer trugen Hemden aus Leder. Bei kühlem Wetter schlüpften sie in Mäntel aus dem Fell der Hausziege, diese waren mit Tiersehnen vernäht. Das Fell wurde nach außen getragen.

Moderne Wanderjacke (Quelle: SWR, Foto: Philipp Karwath)
Der moderne Wanderer trägt mehrere Lagen

Moderne:
Der moderne Wanderer trägt mehrere Lagen, die atmungsaktiv sind und den Schweiß schnell nach außen transportieren. Jacken, Pullover und Unterhemd bestehen aus Chemiefasern.

Beinbekleidung

Die Beine steckten in getrennten Röhren

Steinzeit:
Die Beine schützten zwei getrennte Beinröhren aus Ziegenleder. Sie wurden am oberen Bund mit Lederriemen verstärkt und mit einer Art Strapse am Gürtel festgemacht.

Moderne Wanderschuhe und Trekkinghose (Quelle: SWR, Foto: Philipp Karwath)
Heutzutage wird in wind- und wasserabweisenden Materialien gewandert

Moderne:
Auch bei den Hosen haben die modernen Textilien die Naturprodukte abgelöst. Strapazierfähige, wind- und wasserabweisende Materialien kommen hier zum Einsatz.

Schuhe

Jungsteinzeitliche Wanderschuhe und Beinlinge (Quelle: SWR, Foto: Jochen Schmoll)
Lederstreifen sorgen für Rutschfestigkeit in den Alpen

Steinzeit:
Der Innenschuh bestand aus einem Lindenbastgeflecht. Der Außenschuh war aus Hirschleder. In den Zwischenraum kam eine Heuschicht zur Wärmeisolierung. Ein Lederstreifen unter der Sohle aus Bärenfell sorgte für Rutschfestigkeit.

Moderne:
Der Wanderschuh ähnelt dem Steinzeitschuh: Weicher, isolierender Innenteil und fester Außenteil sowie trittfestes Profil. Neben Leder werden Gummi, Kunstleder und andere synthetische Materialien eingesetzt. (Bild siehe oben)

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