Kunstfaser statt Bärenfell
Moderne und steinzeitliche Ausrüstung im Vergleich

Wanderausrüstung: einmal jungsteinzeitlich und einmal modern
Kopfbedeckung

Steinzeit:
Die Bärenfellmütze wurde aus mehreren Fellstreifen zusammengenäht. Sie besaß seitlich zwei Lederbänder zum Festschnüren unter dem Kinn.

Moderne:
Wollmützen halten Kopf und Ohren warm. Fleece-Mützen aus Polyester tun dies auch, sie sind aber leichter und halten die Feuchtigkeit besser ab.
Oberbekleidung

Steinzeit:
Unsere Steinzeit-Wanderer trugen Hemden aus Leder. Bei kühlem Wetter schlüpften sie in Mäntel aus dem Fell der Hausziege, diese waren mit Tiersehnen vernäht. Das Fell wurde nach außen getragen.

Moderne:
Der moderne Wanderer trägt mehrere Lagen, die atmungsaktiv sind und den Schweiß schnell nach außen transportieren. Jacken, Pullover und Unterhemd bestehen aus Chemiefasern.
Beinbekleidung

Steinzeit:
Die Beine schützten zwei getrennte Beinröhren aus Ziegenleder. Sie wurden am oberen Bund mit Lederriemen verstärkt und mit einer Art Strapse am Gürtel festgemacht.

Moderne:
Auch bei den Hosen haben die modernen Textilien die Naturprodukte abgelöst. Strapazierfähige, wind- und wasserabweisende Materialien kommen hier zum Einsatz.
Schuhe

Steinzeit:
Der Innenschuh bestand aus einem Lindenbastgeflecht. Der Außenschuh war aus Hirschleder. In den Zwischenraum kam eine Heuschicht zur Wärmeisolierung. Ein Lederstreifen unter der Sohle aus Bärenfell sorgte für Rutschfestigkeit.
Moderne:
Der Wanderschuh ähnelt dem Steinzeitschuh: Weicher, isolierender Innenteil und fester Außenteil sowie trittfestes Profil. Neben Leder werden Gummi, Kunstleder und andere synthetische Materialien eingesetzt. (Bild siehe oben)
Gut zu Fuß
In "Ötzi"-Kleidung durch die Alpen





