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Das I GING - das Buch der Wandlungen - zählt zu den wichtigsten Büchern
der Weltliteratur. Eingeteilt in 64 Zeichen, von denen jedes wiederum sich aus zwei Einzelzeichen
zusammensetzt, ist im I GING die Weisheit und das Wissen des alten China verdichtet. Aber
das I GING ist keineswegs nur ein lineares Weisheitsbuch, bei dem (wie in der westlichen
Kulturhemisphäre) Zeichen
auf Zeichen und Lehrsatz auf Lehrsatz folgt - schon im Untertitel
"Buch der Wandlungen" klingt seine andere Gebrauchsform an: die der Kombinatorik,
die Möglichkeit, das I GING als Orakel zu gebrauchen. Dabei werden die 64 Zeichen traditionell in
einer Matrix aus 8x8 Zeichen angeordnet, und der
Zufall, eingebettet in ein umfängliches
Ritual, entscheidet darüber, welches Zeichen mit welchem anderen in Beziehung tritt.
Beide Formen der Kombination und Rekombination - die der linearen Reihen-
folge wie der mit dem Zufall spielenden - können auf der folgenden Webseite anhand der 64 Klangminiaturen "Il tempo cambia" von Stefano Giannotti spielerisch nachvollzogen werden.
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Start "Il tempo cambia"
Karl-Sczuka-Preis
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Stefano Giannotti über "Il tempo cambia":
"Meine auf den I Ging-Zeichen aufgebaute akustische Dramaturgie beruht
meistens auf einer ganz plötzlichen, umweglosen Darstellung der von
den Titeln suggerierten Bilder, im Grunde auf einem Verwandeln der literarischen
Bilder in Klanggemälde.
In anderen Fällen habe ich versucht, die Bedeutung der Schriftzeichen
tiefer auszuloten. Mein Ziel ist es, durch 64 kurze Hörbilder beispielhaft
etwas zu erreichen, das für eine Art Sinnbild des Menschlichen stehen
kann: vergleich-
bar mit 64 verschiedenen Träumen, die sich als pure Bilder entfalten
und
in denen sich doch gleichzeitig tiefere Bedeutungen verbergen, die sich
auf menschliche Archetypen beziehen. Ich stelle mir vor, dass meine Klangmini-
aturen sich so unmittelbar erschließen wie die Bilder des I Ging."
(Auszug aus Giannottis Werkbeschreibung)
Besetzung
Ensemble IL TEATRO DEL FARO
Flöten: Linda Matteucci
Fagott: Giuliano Soldivieri
Cello: Lara Vecoli
Bratsche: Carlo Andrea Malanima
Drehorgel: Alberto Bertolino
Sopran: Giuliana Menchini
Gitarren, Keyboards, Harmonium, Schlag- und Spielzeug, Bass, Stimme, Cembalo,
Recorder, Mundharmonikas, Maultrommel, Klavier, Tonaufnahmen, Ausarbeitungen
und Bearbeitungen: Stefano Giannotti
Weitere Stimmen: Mariola Krajczewska, Matilde Giannotti, Constanze Renner,
Renato Ceccherelli, Mohsen Yousefi, Marco Sodini
Teil I (Zeichen 1-32):
Produziert von Stefano Giannotti 1997-2001
Remastering: Manfred Seiler, 2003
Teil II (Zeichen 33-64):
Komposition und Realisation: Stefano Giannotti
Ton und Technik: Manfred Seiler
Regieassistenz: Mark Ginzler
Produktion: Südwestrundfunk 2003
Dramaturgie: Hans Burkhard Schlichting
Karl-Sczuka-Preis
2002
Die
Begründung der Jury für das Preiswerk
Die
Entstehung des Preiswerks
Biografie
von Stefano Giannotti
Werkverzeichnis
von Stefano Giannotti
Karl-Sczuka-Preis
Homepage von Stefano
Giannotti
Webseite "Il tempo cambia"
Redaktion: Hans Burkhard Schlichting, Markus Vögele, Clemens
Zoch
Gestaltung: Jürgen Betker, Bernhard Deißler, Markus
Vögele
Konzept und Idee: Markus Vögele, Jürgen Betker, Hans
Burkhard Schlichting, Clemens Zoch

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