Il tempo cambia - Die Zeiten ändern sich
64 I-Ging-Miniaturen

von Stefano Giannotti




Stefano Giannotti, geboren 1963 im toskanischen Lucca, wurde für seine
I-Ging-Miniaturen "Il tempo cambia" (Zeichen 1-32; Autorenproduktion,
1997-2001) mit dem Karl-Sczuka-Preis 2002 ausgezeichnet.
Das I GING - das Buch der Wandlungen - zählt zu den wichtigsten Büchern
der Weltliteratur. Eingeteilt in 64 Zeichen, von denen jedes wiederum sich aus zwei Einzelzeichen zusammensetzt, ist im I GING die Weisheit und das Wissen des alten China verdichtet. Aber das I GING ist keineswegs nur ein lineares Weisheitsbuch, bei dem (wie in der westlichen Kulturhemisphäre) Zeichen
auf Zeichen und Lehrsatz auf Lehrsatz folgt - schon im Untertitel "Buch der Wandlungen" klingt seine andere Gebrauchsform an: die der Kombinatorik,
die Möglichkeit, das I GING als Orakel zu gebrauchen. Dabei werden die 64 Zeichen traditionell in einer Matrix aus 8x8 Zeichen angeordnet, und der
Zufall, eingebettet in ein umfängliches Ritual, entscheidet darüber, welches Zeichen mit welchem anderen in Beziehung tritt.
Beide Formen der Kombination und Rekombination - die der linearen Reihen-
folge wie der mit dem Zufall spielenden - können auf der folgenden Webseite anhand der 64 Klangminiaturen "Il tempo cambia" von Stefano Giannotti spielerisch nachvollzogen werden.
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Start "Il tempo cambia"

Karl-Sczuka-Preis

Stefano Giannotti über "Il tempo cambia":

"Meine auf den I Ging-Zeichen aufgebaute akustische Dramaturgie beruht meistens auf einer ganz plötzlichen, umweglosen Darstellung der von den Titeln suggerierten Bilder, im Grunde auf einem Verwandeln der literarischen Bilder in Klanggemälde.
In anderen Fällen habe ich versucht, die Bedeutung der Schriftzeichen tiefer auszuloten. Mein Ziel ist es, durch 64 kurze Hörbilder beispielhaft etwas zu erreichen, das für eine Art Sinnbild des Menschlichen stehen kann: vergleich-
bar mit 64 verschiedenen Träumen, die sich als pure Bilder entfalten und
in denen sich doch gleichzeitig tiefere Bedeutungen verbergen, die sich auf menschliche Archetypen beziehen. Ich stelle mir vor, dass meine Klangmini-
aturen sich so unmittelbar erschließen wie die Bilder des I Ging."
(Auszug aus Giannottis Werkbeschreibung)



Besetzung

Ensemble IL TEATRO DEL FARO

Flöten: Linda Matteucci
Fagott: Giuliano Soldivieri
Cello: Lara Vecoli
Bratsche: Carlo Andrea Malanima
Drehorgel: Alberto Bertolino
Sopran: Giuliana Menchini
Gitarren, Keyboards, Harmonium, Schlag- und Spielzeug, Bass, Stimme, Cembalo, Recorder, Mundharmonikas, Maultrommel, Klavier, Tonaufnahmen, Ausarbeitungen und Bearbeitungen: Stefano Giannotti

Weitere Stimmen: Mariola Krajczewska, Matilde Giannotti, Constanze Renner, Renato Ceccherelli, Mohsen Yousefi, Marco Sodini


Teil I (Zeichen 1-32):
Produziert von Stefano Giannotti 1997-2001
Remastering: Manfred Seiler, 2003

Teil II (Zeichen 33-64):
Komposition und Realisation: Stefano Giannotti
Ton und Technik: Manfred Seiler
Regieassistenz: Mark Ginzler
Produktion: Südwestrundfunk 2003
Dramaturgie: Hans Burkhard Schlichting


Karl-Sczuka-Preis 2002

Die Begründung der Jury für das Preiswerk

Die Entstehung des Preiswerks

Biografie von Stefano Giannotti

Werkverzeichnis von Stefano Giannotti


Karl-Sczuka-Preis

Homepage von Stefano Giannotti



Webseite "Il tempo cambia"

Redaktion: Hans Burkhard Schlichting, Markus Vögele, Clemens Zoch
Gestaltung: Jürgen Betker, Bernhard Deißler, Markus Vögele
Konzept und Idee: Markus Vögele, Jürgen Betker, Hans Burkhard Schlichting, Clemens Zoch