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VfB Stuttgart | Thomas Hitzlsperger "Ich bekomme heute noch Gänsehaut"

2007 ebnete Thomas Hitzlsperger mit seinem Tor zum 1:1 gegen Energie Cottbus am 34. Spieltag den Weg zur Meisterschaft. Auch zehn Jahre später bekommt "The Hammer" deswegen noch Gänsehaut. Im SWR Interview spricht er über alte Zeiten und den möglichen VfB-Aufstieg am Sonntag.

Thomas Hitzlsperger mit Meisterschale

Thomas Hitzlsperger wurde mit dem VfB Stuttgart 2007 deutscher Meister

Thomas Hitzlsperger, mit Ihrem Tor zur Meisterschaft 2007 haben Sie sich in die Herzen der VfB-Fans gespielt. Heute auf den Tag genau vor zehn Jahren ist ihnen dieser Kunstschuss gelungen. Wird heute groß gefeiert?

Ich werde jetzt nicht groß feiern. Aber hoffentlich in zwei Tagen dann, wenn die Mannschaft in die erste Liga aufsteigt. Dann soll es eine große Party geben, und dann werden wir auch sicherlich nochmal über den Tag vor zehn Jahren sprechen, als wir deutscher Meister geworden sind.

Wie hat sich das denn damals für Sie angefühlt?

Die Leute im Stadion sind ausgeflippt. Wir auf dem Platz sind durchgedreht. Es war so ein emotionaler Moment, ein Höhepunkt in meiner Karriere. Das werde ich nie vergessen. Das war mein persönliches Highlight und deswegen bekommt man da alles ganz genau mit. Schade, dass so ein Moment nur von kurzer Dauer ist. Jetzt bleibt nur noch die Erinnerung.

Damals hatten Sie bestimmt Gänsehaut, oder?

Genau so ist es. Auch wenn ich manchmal noch daran denke oder darüber spreche, bekomme ich noch ein bisschen Gänsehaut.

Das nächste Gänsehautgefühl wird es wahrscheinlich am Sonntag geben, wenn der VfB von der zweiten in die erste Liga aufsteigt. Wo werden Sie es miterleben?

TV-Tipp: Im Aufstiegsfall gibt es ab 19:30 Uhr auf swr.de/sport einen Livestream zu den Feierlichkeiten. Ab 20:15 Uhr berichtet das SWR-Fernsehen dann live von der Party auf dem Wasen.

Da wo man sein muss: im Stadion. Ich freue mich schon sehr darauf und drücke der Mannschaft die Daumen, dass Sie mit einem Sieg die Saison beendet. Dann ist es noch schöner zu feiern und darum geht es auch. Die Enttäuschung von dem Hannover-Spiel steckt ja noch ein bisschen in den Knochen. Aber jetzt geht es darum gegen die Kickers Würzburg zu gewinnen und dann eine große Party zu feiern. Das ist allen zu wünschen, weil es eine anstrengende Saison war. Die Spieler haben Gutes geleistet und sich das verdient.

Wie wird es Ihrer Meinung nach ausgehen?

Wie es am Ende genau ausgeht, ist egal. Ein Heimsieg ist wünschenswert für alle, die dabei sind. Für die Spieler, damit sie sich selbst belohnen und für die Fans, die unglaubliches geleistet haben. Bei Heim- und Auswärtsspielen sind die Leute zahlreich erschienen und haben einen neuen Zuschauerrekord in der zweiten Liga aufgestellt. Es hat großen Spaß gemacht, in dieser Saison immer wieder dabei zu sein und die Atmosphäre mitzuerleben. Das war ein absolutes Highlight.

Die Fans waren begeisterter als in der ersten Liga. Das kann man sich gar nicht vorstellen.

Es macht ja auch viel mehr Spaß, ins Stadion zu kommen, wenn man weiß, dass die Mannschaft Favorit ist und meistens auch gewinnt. Es ist auch eine junge Mannschaft, mit neuen Gesichtern, die guten Fußball gespielt hat. Dann ist es auch schöner, ins Stadion zu gehen und sich am Ende über einen Sieg zu freuen, als es in den letzten Jahren oft war, enttäuscht nach Hause zu gehen. Auch wenn es die erste Liga ist - wenn man verliert, ist das nicht so schön.

Die Mannschaft von Hannes Wolf ist sehr jung. Wird es diese Mannschaft auch in der ersten Liga schaffen?

Im Fußball verändert sich im Sommer immer wieder etwas. Spieler gehen, neue kommen dazu. Die Spieler, die jetzt da sind, haben Großes geleistet. Es ist deren Verdienst, aber ich wage jetzt keine Prognose, wie der neue Kader dann aussehen wird in der nächsten Saison. Es ist viel Qualität da, viele junge Spieler, die wir für die Zukunft brauchen können. Ich bin gespannt. Ich helfe ja auch mit, den Kader für die neue Saison zu gestalten. Aber jetzt geht es erst darum, am Sonntag das Spiel zu gewinnen und dann zu feiern.

Sie sind nach wie vor für den VfB Stuttgart tätig. Was machen Sie genau? Man hört in der Öffentlichkeit relativ wenig davon.

Es war auch mein Wunsch, mich nicht ständig in der Öffentlichkeit zu äußern, sondern eher im Hintergrund tätig zu sein. Ich tausche mich mit den Verantwortlichen über Dinge, die wir besser machen und verändern können, aus. Ich schaue, ob wir alles richtig machen und was noch nach oben geht. Wir haben viel Potential, aber das Schöne ist, dass wir eine gute Saison hinter uns haben und ich mit meiner Erfahrung einfach mithelfen kann, dass die Dinge in Zukunft noch besser laufen. Das ist meine Aufgabe, aber ich spreche nicht jede Woche darüber.

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