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Sportmedizin Freiburg | Doping Neuer Ärger um Freiburger Doping-Studie

Das eskalierte schnell: Am Montag hat die Uni Freiburg das Gutachten zur Rolle des früheren Olympia-Arztes Joseph Keul veröffentlicht. Nur einen Tag später gibt es schon den ersten Krach.

Joseph Keul (1932 - 2000)

Joseph Keul (1932 - 2000)

Der Streit um die Veröffentlichung des Gutachtens zur Rolle des früheren Olympia-Arztes und Sportmediziners Joseph Keul zwischen der Universität Freiburg und dem Autor eskaliert immer mehr. Erst am Montag hatte die Universität Freiburg das Gutachten zur Rolle des früheren Olympia-Arztes und Sportmediziners Joseph Keul (1932-2000) veröffentlicht. Einen Tag später beschwert sich der Autor Andreas Singler bei Uni-Rektor Hans-Jochen Schiewer. Dabei geht es jedoch nicht um den Inhalt des Gutachtens, Singler will Geld.

In einem Schreiben wirft Singler der Universität vor, sie hätte mit der Veröffentlichung des Gutachtens auf der eigenen Website sein Urheberrecht verletzt. "Sie haben mit der auf schändliche und empörende Weise erfolgten Publikation des alleine von mir urheberrechtlich verantworteten Gutachtens zu Professor Keul meine Urheberrechte auf eklatante und für mich kriminelle Weise verletzt", schrieb Singler an Schiewer. Damit habe sich der Rektor aus seiner Sicht "jenseits aller vernünftigen Spielregeln der zivilisierten wissenschaftlichen Welt positioniert". Zugleich forderte er Schiewer auf, "diesen rechtswidrigen Akt sofort rückgängig" zu machen.

Der Streit schwelt bereits seit Wochen

Über die Veröffentlichung des Gutachtens streiten Autor und Universität sich bereits seit Wochen, weil sie sich laut Autor nicht auf ein Honorar einigen konnten. Daraufhin hatte Singler am vergangenen Samstag die Studie einigen Medienvertretern zur Veröffentlichung zugänglich gemacht. Zwei Tage später stellte die Uni das Gutachten auf die Homepage. Die 401 Seiten umfassende Studie war zu dem Ergebnis gekommen, dass Keul einer der "am meisten dopingbelasteten Sportmediziner in Westdeutschland" gewesen sei.

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