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Fußball | VfB gegen Hannover Serie gerissen - VfB kann doch noch verlieren

Nach dem hart erkämpften Punkt auf Schalke und sieben Spielen ohne Niederlage, ging der VfB Stuttgart gegen Hannover 96 zum ersten Mal seit Langem als Favorit ins Spiel. Am Ende stand ein 1:2.

Timo Werner

Timo Werner traf zwar zum 1:0, vergab aber die größte Chance des Spiels

Die Niedersachsen aus Hannover übernahmen dabei von Anfang an die Initiative. Bereits in der 5. Spielminute zog Iver Fossum aus der zweiten Reihe ab. Doch der wieder gut aufgelegte VfB-Torhüter Przemyslaw Tyton konnte den Ball aus dem Winkel fischen. Nur vier Minuten später hatte Tyton bei einem Fernschuss von Hotaru Yamaguchi keine Probleme.

Erst nach etwa einer Viertelstunde entschied sich Stuttgart, erstmals selbst etwas für die Offensive zu tun. Zunächst jedoch ohne wirklich gefährlich zu werden. Wie so oft, half dann eine Standardsituation. Filip Kostic flankte den Ball in den Strafraum auf den völlig ungedeckten Timo Werner, der mit dem Kopf zum 1:0 verwandelte (18. Minute).

VfB mit Führung im Rücken besser

Nun war es das Spiel des VfB Stuttgart. Die Schwaben warteten ab, lauerten auf Konter und brachen immer wieder über die Außen durch. Besonders Kevin Großkreutz sorgte mehrfach für Gefahr. Völlig aus dem Nichts kam dann der Ausgleich. Großkreutz und Rupp ließen Hannovers Verteidiger Christian Schulz nach einem Freistoß zu viel Platz. Der köpfte in der 32. Minute über Tyton hinweg zum 1:1 ein.

Druckvoll aus der Pause

Mit viel Druck kamen die Schwaben aus der Pause. Vor allem die Mittelfeldspieler Gentner und Serey Dié trieben ihre Mannschaft ein ums andere Mal nach vorne. Auf Strafraumhöhe angekommen versäumten sie es jedoch, die Bälle präziser an den Mann zu bringen. Dennoch, das zweite VfB-Tor schien nur noch eine Frage der Zeit zu sein.

In der 75. Spielminute hätte es dann soweit sein müssen: Kostic setzte sich auf der linken Seite durch, drang in den Strafraum ein und spielte den Ball an Torwart Zieler vorbei auf Werner, der völlig freistehend vergab. Nur drei Minuten später lief Kostic alleine auf Zieler zu, doch auch ihm versagten die Nerven.

Der Gegentreffer aus dem Nichts

Mitten in dieser Drangphase des VfB fiel das Tor für Hannover - ein Treffer aus der Kategorie "So kam es, wie es kommen musste": Freistoß aus dem Halbfeld, Kopfball Sané, Parade Tyton - genau vor die Füße von Schulz, der in der 83. Spielminute sein zweites Tor markierte.

Für den VfB war es die erste Bundesliga-Niederlage seit dem 1:4 am 14. Spieltag Ende November in Dortmund. Ein verlorenes Spiel, dass in der VfB-Fankurve viele ratlose Gesichter zurückließ.

VfB Stuttgart: Tyton - Großkreutz, Schwaab, Niedermeier, Insua - Serey Die (75. Harnik) - Rupp, Maxim, Gentner, Kostic - Timo Werner (76. Krawez)

Trainer: Kramny

Hannover 96: Zieler - Hiroki Sakai, Salif Sane, Schulz, Sorg - Yamaguchi, Hoffmann - Karaman, Fossum (88. Sobiech), Wolf (75. Klaus) - Kiyotake (90.+2 Anton)

Trainer: Schaaf

Tore: 1:0 Werner (18.), 1:1 Schulz (32.), 1:2 Schulz (83.)

Schiedsrichter: Sascha Stegemann (Niederkassel)

Zuschauer: 54.356

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