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Nach Terroranschlägen in Brüssel DFB-Team unter Polizeischutz

Erst Paris, dann Hannover, und jetzt die Anschläge in Brüssel - die deutsche Fußball-Nationalmannschaft muss sich schon wieder mit dem Thema Sicherheit auseinandersetzen.

Polizei in Berlin

Nach den Terror-Anschlägen in Brüssel steht auch die Nationalmannschaft in Berlin unter Polizeischutz

Vier große Mannschaftswagen der Polizei stehen am Dienstag vor dem Hyatt-Hotel, dem Mannschaftsquartier der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Berlin. Ein solches Großaufgebot für die Sicherheit der Elitekicker hat es - zumindest in Deutschland - noch nicht gegeben.

Das DFB-Team sieht sich zum Start der Vorbereitung auf die ersten Länderspielen im EM-Jahr gleich wieder verstärkt mit dem Thema Sicherheit konfrontiert. Teammanager Oliver Bierhoff äußerte sich nach seiner Ankunft am DFB-Quartier in Berlin zu den Anschlägen in Brüssel. "Wir werden uns natürlich als Sportliche Leitung zusammensetzen und überlegen, wie wir damit auf die Mannschaft zugehen", erklärte der gebürtige Karlsruher.

Mit der Angst leben lernen

"Jeder Mensch hat Angst. Man muss lernen damit zu leben. Als Profi muss man aber auch die Stärke haben, das auszublenden", sagte Spanien-Legionär Shkodran Mustafi bei der Ankunft im Teamhotel. Auch Galatasaray-Profi Lukas Podolski, der in der Türkei mit ständiger Terrorangst leben muss, machte klar: "Man muss lernen, mit der Angst umzugehen. Das ist eine Situation, die uns allen Sorge bereitet. Man kann aber jetzt nicht alle Länderspiele absagen."

Unterdessen sieht der DFB-Sicherheitsbeauftragte Hendrik Große Lefert derzeit keine akute Gefährdung für die beiden Länderspiele am Samstag in Berlin gegen England und drei Tage später in München gegen Italien. Man habe aber "das Sicherheitskonzept nochmals genauestens überprüft und einzelne Maßnahmen angepasst", teilte Große Lefert mit.

Beim Länderspiel des Weltmeisters im vergangenen November in Paris gegen EM-Gastgeber Frankreich waren bei mehreren Terrorakten 130 Menschen getötet worden. Auch das Stade de France war damals ein Ziel der Terroristen gewesen. Außerhalb kam es damals zu Explosionen. Das DFB-Team um Kapitän Bastian Schweinsteiger verbrachte die komplette Nacht nach dem Freundschaftsspiel in dem EM-Endspielstadion. Das anschließende Länderspiel in Hannover gegen die Niederlande musste kurz vor dem Anpfiff wegen Sicherheitsbedenken abgesagt werden.


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