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Fußball/2. Liga KSC und Kölmel einigen sich im Millionenstreit

Der Karlsruher SC und der Leipziger Rechtehändler Michael Kölmel haben einen Vergleich im Millionenstreit geschlossen. Am Mittwochabend unterzeichneten beide Parteien eine entsprechende notarielle Vereinbarung.

Damit wird ein für Freitag geplanter Prozess vor dem Karlsruher Landgericht unnötig. In der Vereinbarung wird unter anderem die Laufzeit des millionenschweren Vertragswerks zwischen dem Fußball-Zweitligisten und dem Rechtevermarkter begrenzt. "Wir haben gemeinsam ein Ergebnis erzielt, welches uns sofort im aktuellen Spieljahr und in Zukunft eine wirtschaftliche Basis gibt und Planungssicherheit schafft", sagte KSC-Präsident Paul Metzger. Der Verwaltungsrat hatte ihm grünes Licht für die ausgehandelte Einigung gegeben.

Kölmel hatte die Badener im Jahr 2000 mit rund 7,5 Millionen Euro vor der Insolvenz gerettet. Dafür hatte sich der gebürtige Karlsruher lebenslang 15 Prozent der Fernsehgelder zusichern lassen. Eine neue Regelung gibt dem KSC nun die Möglichkeit, den Vertrag gegen Zahlung einer bestimmten Summe ab Juni 2019 zu kündigen. Kölmels Anteil an den Fernsehgeldern sinkt bis dahin auf zehn Prozent.

Verein gibt weitere Details bekannt

Weiteren Details zufolge, die Metzger unterdessen bekanntgab, könnte die ausgehandelte Laufzeitbeschränkung bis 2019 sogar vorzeitig fallen, wenn der KSC mehr als 15 Millionen Euro bezahlt hat. Allerdings erhöhe sich diese Marke für jedes Jahr künftiger Erstligazugehörigkeit um 500.000 Euro, so Metzger: "Wir werden Herrn Kölmel in der Zweiten Liga mit zehn Prozent an den Fernsehrechten beteiligen. Wir belassen ihn in der Ersten Liga aber bei 15 Prozent."

Die strittigen Zahlungen der vergangenen zehn Jahre sollen mit einer Einmalzahlung von sechs Millionen Euro abgegolten werden. "Es war mir immer ein Anliegen, zu einer gütlichen Einigung zu kommen", sagte Kölmel. Er hatte allerdings zuvor angekündigt, er werde seine Bereitschaft zu einer außergerichtlichen Einigung zurückziehen, wenn der Verein es zum Prozess am 5. Februar kommen lasse.

Der KSC kann nun Gelder aus den bisher gemachten Rückstellungen freisetzen. "Zusammen mit den Einsparungen, die durch die lange Verletzungszeit einiger Spieler entstanden sind, könnte das helfen, das in der laufenden Saison geplante Minus von 2,3 Millionen Euro auszugleichen", erläuterte Vizepräsident Rolf Hauer.

Quelle: Sport

Letzte Änderung am: 04.02.2010, 17.14 Uhr

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