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Der Karlsruher SC hat vor dem Oberlandesgericht Karlsruhe (OLG) im Millionenstreit mit dem Vermarkter Michael Kölmel eine weitere Niederlage erlitten. Die Badener müssen dem Rechtehändler Kölmel nun 1,5 Millionen Euro zahlen. Der KSC hofft weiter auf einen Vergleich.
KSC-Präsident Paul Metzger nahm das Urteil gefasst auf. "Ich habe schon bei der mündlichen Verhandlung darauf hingewiesen, dass wir einen Vergleich wollen. Ich hoffe, dass die Gegenseite dazu nach wie vor bereit ist", sagte er. Eine Einigung mit Kölmel scheint nach dem OLG-Urteil unumgänglich. Sonst müsste der KSC ihm wie in dem vor neun Jahren geschlossenen Vertrag vereinbart lebenslang 15 Prozent der jährlichen Rechte-Erlöse überweisen. Im Gegenzug hatte der Unternehmer die Karlsruher damals mit einer Zahlung von 15 Millionen Mark vor der Pleite bewahrt.
Metzger verwies darauf, dass er schon immer auf eine Einigung mit Kölmel gedrängt habe. Eine entsprechende Notwendigkeit sei für ihn "beim Studium der Akten erkennbar" gewesen. Eine außergerichtliche Einigung mit Kölmel scheiterte bisher. Die KSC-Anwälte und auch Metzgers Vorgänger Hubert Raase hatten stets darauf gehofft, dass der Vertrag in einem Nachverfahren für nichtig erklärt wird.
Bei den 1,5 Millionen Euro, über die jetzt entschieden wurde, handelt es sich um das Geld, das der Verein Kölmel seit Jahren schuldet. Unter Raases Führung hatte der KSC die Zahlungen aus seinem Rechtsverständnis heraus eingestellt
Metzgers Kompromiss-Vorschlag sieht vor, dass der Vertrag mit Kölmel bis 2019 befristet wird. Im Gegenzug sollen dem Unternehmer mindestens 13 Millionen Euro garantiert und sofort rund sieben Millionen Euro aus den Rückstellungen überwiesen werden, die der KSC in dieser Sache im Laufe der Jahre gebildet hat. Die Rückstellungen umfassen laut Metztger zurzeit rund elf Millionen Euro.
Sollten sich der Verein und Kölmel auf diesen Kompromiss einigen, hofft Metzger, auch wieder über rund drei Millionen Euro aus dieser Summe für den Verein verfügen zu können.
Quelle: Sport
Letzte Änderung am: 28.01.2010, 11.02 Uhr