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Krise beim 1. FC Kaiserslautern Heubach: "Nicht die Köpfe einhauen!"

Wer hätte das gedacht: Der FCK ist Tabellenletzter. Bei den Fans macht sich Resignation breit. Da stellen sich Fragen - etwa nach der Qualität der Spieler oder der Kompetenz des Trainers.

Heubach

Die Körpersprache von Abwehrspieler Tim Heubach sagt alles.

Eine Umfrage am Montag in Kaiserslautern offenbart: Viele Fans haben die Saison bereits nach dem 4. Spieltag abgehakt. "Es ist alles enttäuschend. Trainerwechsel und eine neue junge Mannschaft, das braucht seine Zeit, ist klar. Aber irgendwie fehlt doch der Schwung", meint ein FCK-Fan. Ein anderer prophezeit: "Die spielen gegen den Abstieg in diesem Jahr. Die haben Leute eingekauft, die nicht fit sind." Und ein dritter FCK-Fan bringt es auf den Punkt: "Katastrophe!"

In Sandhausen haben die mitgereisten Fans gerufen: "Wir haben die Schnauze voll." Ähnliches liest man in den Sozialen Netzwerken. Innenverteidiger Tim Heubach konnte den Ärger der Fans verstehen: "Sicherlich ist die Unruhe von außen berechtigt. Ich komme mir gerade selber blöd vor, wenn ich immer sage, wir müssen ruhig bleiben. Aber wir können uns jetzt nicht gegenseitig die Köpfe einhauen."

"Wir haben einen guten Trainer"

Trainer Tayfun Korkut gibt Anweisungen an Daniel Halfar

Trainer Korkut weist seinen Kapitän Halfar an - genutzt hat es in Sandhausen nichts.

Kritik an Trainer Tayfun Korkut weist Heubach vehement zurück. "Zwischen Mannschaft und Trainer ist alles intakt. Wir haben einen sehr guten Trainer. Wir arbeiten täglich hart dran, dass wir das System reinkriegen." Das gelingt nur zeitweise. Kapitän Daniel Halfar erklärt das so: "13, 14 Neuzugänge, 15 Abgänge, neues Trainerteam, kompletter Umbruch im Verein, das ist sicherlich schwierig. Wir wissen, dass wir Zeit brauchen, aber die Zeit haben wir leider nicht."

Auch Neuzugang Zoltán Stieber, der vom Hamburger SV in die Pfalz kam, bleibt schon nach dem vierten Spieltag nichts anders übrig, als auf Durchhalteparolen zurückzugreifen: "Es gibt im Fußball solche Phasen. Wichtig ist, dass wir den Kopf jetzt nicht hängen lassen. Wir müssen einfach weitermachen und unser Ding durchziehen."

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0:56 min

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Jürgen Schmidt

Korkut sieht nicht nur die Neuen in der Pflicht

Einige der Neuzugänge sind noch nicht fit. Deswegen können sie entweder noch gar nicht eingesetzt werden oder sie bekommen nur kurze Einsätze, um Spielpraxis zu sammeln. Trainer Korkut sieht aber nicht nur die neuen Spieler in der Pflicht: "Letztendlich wär's jetzt im Moment zu einfach zu sagen, die Neuen kommen und dann funktioniert alles. So einfach ist das Ganze auch nicht."

Am kommenden Samstag empfangen die Roten Teufel Bundesligaabsteiger VfB Stuttgart auf dem Betzenberg. Das Stadion ist fast ausverkauft – und da wollen die FCK-Fans die Roten Teufel endlich einmal siegen sehen.

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