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Handball-EM | Kommentar Handball hat mehr mediale Präsenz verdient

So lange die Nationalmannschaft um den Titel spielt, ist Handball en vogue. Im Alltag ist die mediale Präsenz eher flau. Zeit, das sich was ändert, meint SWR-Reporter Lennert Brinkhoff.

Ersatz-Torwart Carsten Lichtlein präsentiert die Schale, nach dem Gewinn der Handball-EM in Polen

National-Torhüter und Europameister Carsten Lichtlein präsentiert die Schale

Wir sind Handball! Zumindest heute.

Ein junges deutsches Team, dem nur Vollzeit-Optimisten etwas zugetraut haben, erstürmt den europäischen Handball-Thron. ARD & ZDF übertragen live und Millionen sitzen vor dem Fernseher. Die Rosbergs & Schweinis sind plötzlich Fans. Alle sind plötzlich Fan.

Ich schätze diese Sportart für ihre Ehrlichkeit. Handball ist hart, aber extrem fair. Es gibt kaum Schauspielerei. Handball ist bodenständig. Es gibt keine Spieler, die mit Gucci-Tasche durch die Gegend rennen. Ein Studium oder Job nebenher für viele ganz normal.

Dazu kommt die stärkste Liga der Welt. In Deutschland. Volle Hallen. Spannend in der Spitze und im Tabellenkeller. Mit immer mehr deutschen Spielern!

SWR-Reporter Lennert Brinkhoff

SWR-Reporter Lennert Brinkhoff

Bei uns in Baden-Württemberg: Die Rhein-Neckar Löwen als Spitzenreiter der Liga. Als Topteam in Europa. Ein Aushängeschild. Wie auch die Göppinger als Sinnbild von Tradition.
Dazu Balingen und die Newcomer aus Stuttgart. Ich hoffe, dass der Boom anhält: Handball verdient auch zwischen den Großevents mehr mediale Aufmerksamkeit.

Raus aus der Nische, rein ins Fernsehen, ins Radio, ins Netz. Ehrlich gesagt, sollten wir uns dabei auch an die eigene Nase fassen!

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