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Handball-EM in Polen Gensheimer über den deutschen EM-Wahnsinn

Bei der Handball EM in Polen ist Uwe Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen) verletzungsbedingt nicht mit dabei. Er fieberte vor dem Fernseher mit und hatte am Ende allen Grund zur Freude.

Uwe Gensheimer von den Rhein-Neckar Löwen jubelt über ein Tor gegen Pick Szeged in der Handball Champions League

Uwe Gensheimer muss bei der Handball-EM in Polen verletzt zuschauen

Können Sie es schon fassen?

Ich bin noch hin und weg. Die Leistung der Jungs war der Wahnsinn. Begeistert bin ich auch von den vergangenen Tagen, wie sich die Jungs in einen Rausch gespielt haben. Absolut verdienter Sieg.

Was macht die Mannschaft so stark?

Wir stehen einfach zusammen. Im Vorfeld gab es einige Absagen, aber es scheint, als ob dies das Team zusammen geschweißt hat und man die neue Situation annimmt. Vor dem Spiel gegen Dänemark haben sich leider noch , aber das Team hat weiter gekämpft. Es macht einfach Spaß den Jungs zuzusehen.

Am Freitag ist das Halbfinale gegen Norwegen. Wenn Sie dabei wären, wie würden Sie vorgehen?

Im Prinzip genau so weiter machen wie bisher. Die Jungs sind jetzt auf einer Euphorie-Welle und da gibt es nur einen Weg: Vollgas. Im Halbfinale einer EM kann jetzt wirklich alles passieren.

Wir erleben gerade in Polen und Deutschland eine große Handball-Eurphorie. Was bedeuten die guten Leistungen der DHB-Auswahl für die Handball-Bundesliga?

Für die Sportart ist es extrem wichtig. Bei so einem Turnier kann die Euphorie auch nur entfacht werden, wenn die öffentlich-rechtlichen Medien die Spiele übertragen und ein Sechs-Millionen-Publikum erreicht wird. Das ist für unsere Sportart phänomenal. So etwas hat man an keinem Bundesliga-Spieltag. Da hofft man natürlich, dass sich die Euphorie auch auf die Bundeliga auswirkt und die Zuschauerzahlen ein Stück nach oben gehen. Ähnlich wie nach dem WM-Titel 2007.

Was tippen Sie für das Halbfinale gegen Norwegen? Gibt es ein "Wunder von Krakau"?

Ja, ich glaube schon! Die Norweger sind vergleichbar mit unserer Mannschaft. Sie haben auch ein sehr junges Team, sind auch das ganze Turnier in der Underdog-Rolle gewesen und haben einige Favoriten rauswerfen können. Am Freitag kommt es zum Treffen der Newcomer, die niemand auf der Rechnung hatte. Aber ich hoffe, dass wir einfach unseren Weg gehen - und da ist echt alles drinnen.

Die Fragen stellte Andreas Böhnisch

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