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Fußball | VfB Stuttgart Stuttgart verliert in Mönchengladbach

Der VfB Stuttgart hat gegen Borussia Mönchengladbach völlig verdient mit 0:4 verloren. Dabei war die Stuttgarter Abwehr fast genauso gefährlich, wie die Gladbacher Angreifer.

Filip Kostic (VfB Stuttgart) und Nico Elvedi (Borussia Moenchengladbach) beim Fußball-Bundesligaspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und dem VfB Stuttgart

Auch der dribbelstarke Filip Kostic konnte sich gegen die Gladbacher Abwehr kaum durchsetzen

Wenige Tage nach der unglücklichen Niederlage gegen Hannover 96 war der VfB Stuttgart bei Borussia Mönchengladbach wieder in seiner Wohlfühlrolle: Die Mannschaft konnte sich einigeln und auf Konter lauern. Das hat die Mannschaft auch getan; jedoch nicht so, wie Trainer Jürgen Kramny sich das vorgestellt hat.

Denn der VfB ließ den Borussen schon im Mittelfeld zu viel Raum zum Kombinieren. So musste der VfB schon in der ersten Viertelstunde zweimal gegen Thorgan Hazard und Lars Stindl klären. Besonders Emiliano Insua wirkte auf seiner linken Abwehrseite gegen die quirligen Hazard und Fabian Johnson überfordert.

Insua war es auch, der in der 16. Spielminute einen 30-Meter-Pass von Harvard Nordtveit unterschätzte. Johnson nahm den Ball mit und war frei durch. Er passte nach Innen auf Hazard. Weil auch Gerog Niedermeier nicht rechtzeitig reagierte, konnte Hazard lässig einschieben.

Mit Glück stand es nur 0:1 zur Pause

Das Stuttgart nur mit dem 0:1-Rückstand in die Pause ging, hatte viel mit Stuttgarter Glück und ein bisschen mit Gladbacher Inkonsequenz zu tun: In der 36. Spielminute dribbelte sich der Brasilianer Raffael durch den Stuttgarter Strafraum bis zur Grundlinie durch. Von dort aus spielte er den Ball auf Stindl, der jedoch freistehend neben das Tor schoss. In einer ähnlichen Situation legte Raffael auf Hazard ab. Der nahm Maß - zielte jedoch etwas zu genau: Der Ball klatschte an die Unterkante der Latte. Den Nachschuss konnte Tyton parieren.

In der Halbzeitpause hat Jürgen Kramny seine Mannschaft umgestellt: Artem Kravets kam für Timo Werner, der in der ersten Halbzeit weitgehend in der Luft hing. Lukas Rupp sollte im Mittelfeld anstelle von Serey Dié für mehr Druck nach Vorne sorgen.

Tyton und Gentner behindern sich zum 0:2

Stuttgart kam gut aus der Pause: Gleich in der 46. Spielminute kam Kravets frei zum Kopfball. Doch Gladbachs Torhüter Yann Sommer konnte parieren. Es sollte jedoch für lange Zeit die einzige Stuttgarter Chance bleiben. Stattdessen machte Gladbach weiter Druck. Dabei ließen ihnen die Stuttgarter Verteidiger erstaunlich viel Raum.

Wirklich gefährlich wurde die Borussia jedoch nur bei einem Schlenzer von Hazard in der 58. Spielminute. Stattdessen legte sich der VfB selbst ein Ei ins Nest: Nach einem ziemlich nutzlosen Steilpass von Gladbachs Martin Hinteregger konnten sich Tyton und Christian Gentner nicht einigen, wer den Ball nun klären soll. Stattdessen entschied sich Raffael zum 0:2 einzuschießen.

Großkreutz schießt ins eigene Tor

Danach durfte Hazard gehen. Und für ihn kam Patrick Herrmann, der nach nur 32 Sekunden mit seiner ersten Ballberührung zum 0:3 einschoss. Und als wäre die Niederlage nicht schon deftig genug, hat Kevin Großkreutz dem Debakel in der Nachspielzeit noch die Krone aufgesetzt: Er stolperte eine an sich harmlose Hereingabe ins eigene Tor.

Für den VfB Stuttgart ist das nun die zweite Niederlage in Folge. Weil zeitgleich auch Werder Bremen (4:1 gegen Bayer 04 Leverkusen) und 1899 Hoffenheim (2:1 gegen den FC Augsburg) gewonnen haben, wird es im Abstiegskampf wieder eng. Die Schwaben stehen nun mit 28 Punkten auf Platz zwölf und haben noch fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Mönchengladbach: Sommer - Elvedi, Christensen, Nordtveit - Dahoud (82. Korb), Xhaka - Johnson, Wendt (28. Hinteregger) - Hazard (68. Herrmann), Stindl, Raffael

Trainer: Schubert

Stuttgart: Tyton - Großkreutz, Schwaab, Niedermeier, Insua - Serey Die (46. Rupp) - Harnik, Didavi, Gentner (67. Maxim), Kostic - Timo Werner (46. Krawez)

Trainer: Kramny

Schiedsrichter: Tobias Welz (Wiesbaden)

Tore: 1:0 Hazard (16.), 2:0 Raffael (60.), 3:0 Herrmann (68.), 4:0 Großkreutz (90.+1, Eigentor)

Zuschauer: 43.627

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