Bitte warten...

Fußball | VfB Stuttgart Lukas Rupp über Verletzungen beim Torjubel

Der VfB Stuttgart war in der Hinrunde eher mäßig unterwegs. Doch Mittelfeldspieler Lukas Rupp war einer der Gewinner der Hinrunde. Der SWR hat mit ihm über seine Bilanz gesprochen.

Lukas Rupp (r) vom VfB Stuttgart kämpft im Bundesliga-Spiel gegen den 1. FC Köln mit Jonas Hector (M) und Leonardo Bittencourt um den Ball.

Lukas Rupp, hier im Spiel gegen den 1. FC Köln, ist der Gewinner der Hinrunde

Lukas Rupp, wie ist die Laune so? Man hat das alte Jahr noch mit guten Spielen zu Ende gebracht und ist ins neue auch erfolgreich gestartet. Ist es gedämpfte gute Laune oder richtig gute Laune?

Also, heute im Training war sehr gute Laune - da waren echt spaßige Sachen dabei. Und sonst versuchen wir natürlich den Schwung mitzunehmen, den wir mit guten Spielen zum Ende der Hinrunde gesammelt haben und versuchen jetzt daran anzuknüpfen.

Also, merkt man es tatsächlich, wenn bei einem Team, das unten steht, die Erfolge kommen; befreit das ein bisschen? Macht das das Ganze ein bisschen leichter?

Ja, natürlich stehen wir immer noch mitten im Abstiegskampf. Die anderen hinter uns haben auch gepunktet. Aber, wenn wir da weitermachen, wo wir jetzt die letzten Spiele aufgehört haben, dann bin ich mir sicher, dass wir da unten wieder herauskommen werden. Es ist eine gewisse Lockerheit auf dem Platz - während des Spiels und jetzt auch im Training. Das gehört dazu. Aber natürlich müssen wir auch den vollen Fokus wieder aufs Spiel setzen und da dann natürlich engagiert zu Werke gehen.

Ich finde, dass Sie in dieser Saison einen bemerkenswerten Weg eingeschlagen haben. Ich gebe zu: Zu Saisonbeginn liest man, der kommt von einem Erstligaabsteiger. Mal abwarten, wie sich das so entwickelt. Aber spätestens in den vergangen Wochen haben Sie sich für mich zum der Gewinner beim VfB Stuttgart entwickelt. Sehen sie es ähnlich?

Das war natürlich nicht einfach. Wer von einem Absteiger kommt, muss sich erst einmal hinten anstellen. Das war für mich klar. Aber ich wusste auch, was ich kann. Ich hatte auch schon in Paderborn sehr gute Spiele. Ich wusste, dass ich irgendwann meine Chance kriege. Dann muss ich sie natürlich auch nutzen. Und das versuche ich jede Woche zu bestätigen.

Erklären Sie mir eines: gut zu spielen ist das Eine. Sich - wie Sie am Samstag gegen den 1. FC Köln - beim Jubeln zu verletzen das Andere. Kann ich das mal detailliert erklärt bekommen?

Ich war, glaube ich, ein bisschen übermotiviert. Wollte dann noch auf den Hügel drauf springen. Hab ihn ein bisschen verpasst. Und bin dann auf den Stollen eines Mitspielers gelandet und hatte gleichzeitig noch einen Krampf, der dann aber direkt von Kevin Großkreutz behandelt wurde. Leider ging es dann trotzdem nicht weiter. Das war dann ein richtiger Pferdekuss. Es waren auch nur noch ein paar Minuten zu spielen. Da wollte ich nicht das Risiko eingehen, dass da noch irgendetwas anbrennt auf meiner Seite.

Schauen wir auf das nächste Spiel: zu Hause gegen den Hamburger SV. Auch ein Traditionsverein, der in den letzten Jahren ein bisschen zu kämpfen hatte. Ist das die einzige Parallele? Wie würden Sie den Gegner einschätzen?

Der Hamburger SV hat eigentlich keinen schlechten Start gehabt gegen die Bayern. Es war ein offener Schlagabtausch. Natürlich ist das für uns ein Spiel auf Augenhöhe. Wenn wir gewinnen, dann haben wir sie auch wieder mit im Boot hinten drin. Die wollen uns natürlich auf Abstand halten - das wird also ein heißer Kampf.

Haben Sie schon eine Idee, wie Sie Hamburg schlagen wollen?

Nein. Jedenfalls will ich noch nichts verraten. Aber wir wollen daheim natürlich gewinnen. Mit unseren Fans im Rücken sind wir einfach eine Macht. Ich freue mich sehr auf das Heimspiel. Wir wollen natürlich gut stehen und versuchen, kein Gegentor zu kriegen. Mit unserer Qualität kriegen wir immer Chancen; die müssen wir dann nutzen.

Die Fragen stellte Jens Wolters

Aktuell im SWR