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Fußball | VfB Stuttgart Janßen wird VfB-Interimstrainer

Der VfB Stuttgart geht nach der Trennung von Jos Luhukay mit einer Interimslösung auf der Trainerbank in die Zweitliga-Partie gegen den 1. FC Kaiserslautern.

Luhukayx Janßen

Olaf Janßen (r.) übernimmt nach dem Rücktritt von Jos Luhukay (l.)

Olaf Janßen wird zusammen mit den beiden VfB-Ex-Profis Andreas Hinkel und Heiko Gerber am Samstag in der Verantwortung stehen. "Die Jungs werden die Mannschaft ab sofort bis auf weiteres betreuen. Ich kann betonen, dass es eine reine Interimslösung sein wird", sagte VfB-Sportvorstand Jan Schindelmeiser am Donnerstag. Luhukay hatte seinen frühzeitigen Abschied nach nur vier Spieltagen zuvor schriftlich mit mangelndem Vertrauen begründet.

Es sei gut möglich, dass das Interimsgespann noch eine weitere Woche, also bis nach dem Spiel in Bochum, auf der VfB-Bank sitze, sagte Schindelmeiser. "Ein Problem ist das auch nicht." Dennoch wolle er schnellstmöglich einen Nachfolger für Luhukay präsentieren.

"Sinnvollste Lösung"

Unter den gegebenen Umständen sei das Trio Janßen, Hinkel, Gerber die sinnvollste Lösung gewesen. Co-Trainer Janßen sei nah dran an der Mannschaft, die ehemaligen Spieler Gerber und Hinkel seien Identifikationsfiguren mit viel Fußballkompetenz. Gerber macht zurzeit seinen Trainerschein als Fußballlehrer und trainiert die U17 der Schwaben. Hinkel ist seit Januar 2016 Co-Trainer der U23 des VfB.

Der zweite Co-Trainer im Trainerstab von Luhukay, Remy Reynierse, sei freigestellt worden, sagte der Sportdirektor.

Schindelmeiser weist Schuld von sich

Schindelmeiser nahm bei der Pressekonferenz auch Stellung zum öffentlich gewordenen Streit mit Trainer Luhukay. "Wir haben diesen Schritt zur Kenntnis genommen und akzeptieren ihn natürlich. Es ist sehr bedauerlich, dass es so weit gekommen ist. Fakt ist auch, dass die Situation im Club in den letzten Wochen sehr schwierig war."


Und Schindelmeiser ergänzte vielsagend: Wenn er ganz ehrlich sei, habe er schon "nach dem ersten Gespräch" gewusst, dass es zwischen ihm und dem Trainer nicht funktionieren werde.

Deshalb habe er sich auch nicht viel vorzuwerfen: "Für die Anfänge kann ich nichts, für das Ende kann ich letztendlich auch nichts. Aber für den nächsten Anfang kann ich was." Luhukay wurde schon im Mai vom VfB-Vorstand verpflichtet, also noch bevor Schindelmeiser nach Stuttgart kam.


Trainersuche läuft an

Ob er nach dem unerwartet frühen Abschied des als Aufstiegs-Experten verpflichteten Luhukay schon mit Nachfolgekandidaten gesprochen habe, wollte Schindelmeiser nicht kommentieren. "Ich habe konkrete Vorstellungen und versuche die im Sinne des Clubs umzusetzen", sagte er. Viel Zeit hat Schindelmeiser dafür nicht: Der neue Trainer müsse schnellstmöglich gefunden werden.

Gerüchten zufolge soll der ehemalige Hoffenheim-Coach Markus Gisdol ein heißer Kandidat sein.

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