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Fußball | TSG Hoffenheim 105 Tage Pleiten, Pech und Pannen

Seit 105 Tagen ist Huub Stevens als Cheftrainer der TSG Hoffenheim für die Leistung der Mannschaft verantwortlich. Nach zehn Spielen fällt seine Bilanz bislang jedoch ernüchternd aus.

Hoffenheims Trainer Huub Stevens verzieht das Gesicht

Mission Impossible? Huub Stevens steht mit der TSG Hoffenheim vor einer fast aussichtslosen Situation.

Am Montag war das Trainingsgelände wie leer gefegt. Die Vereinsführung, die Trainer, die Spieler - vom Winde verweht. Am Dienstag trifft sich die Mannschaft zum Mittagessen. Danach folgt das Training. Der der Kampf gegen Windmühlen wird weitergehen.

0:2 gegen den SV Darmstadt - die TSG Hoffenheim ist nach der erneuten Heimniederlage am Boden. Kopflos, harmlos, aber nicht leblos. Dieser Meinung ist zumindest TSG-Geschäftsführer Alexander Rosen. "Es waren Bemühen, Engagement und Leidenschaft da", erklärte Rosen, "wir hatten eine Mannschaft, die trotz dieses Nackenschlages, und trotz der Unmutsbekundungen der Fans alles versuchte."

Zuschauer pfeifen Mannschaft aus

In der Tat machten die Hoffenheimer Fans ihrem Ärger Luft und quittierten die Hoffenheimer Misere mit einem gellenden Pfeifkonzert. Ganz im Gegensatz zu den Darmstädter Fans, die die Auswärtsfahrt kurzerhand in eine Heimspielatmosphäre umwandelten. Gegipfelt ist die Stimmung auf der Tribüne, als die TSG-Fans nach dem 0:2 das Stadion fluchtartig verließen und die Gästefans sie mit "Auf Wiedersehen"-Rufen verabschiedete.

Auf Wiedersehen erste Bundesliga könnte es auch bald in Hoffenheim heißen. In 20 Spielen konnte die TSG das Spielfeld am Ende lediglich zwei Mal siegreich verlassen. Für Markus Gisdol war nach den ersten zehn Spielen Schluss. Sechs Punkte waren zu wenig.

Huub Stevens niederschmetternde Bilanz

Sein Nachfolger wurde Huub Stevens. Der Feuerwehrmann, der den VfB Stuttgart zuletzt zwei Mal vor dem Weg in Liga Zwei rettete. Am Rosen-Montag ist der Niederländer 105 Tage im Amt. Zehn Spiele erlebte Stevens inzwischen auf der Hoffenheimer Bank. Gewinnen konnte er nur einmal - 1:0 gegen Hannover 96.

Ansonsten fällt auch seine Bilanz mehr als nur ernüchternd aus. Zu dem Sieg kamen noch fünf Unentschieden. Acht Punkte - immerhin zwei mehr als sein Vorgänger und doch viel zu wenig. Nur sechs Tore konnten seine Spieler erzielen. Dem stehen elf Gegentore gegenüber.

Erneuter Trainerwechsel "keine Alternative"

Huub Stevens darf trotzdem bleiben. Ein Trainerwechsel ist laut Alexander Rosen "keine Alternative". Auch wenn er zugeben muss, dass die Arbeit des Niederländers verbesserungswürdig ist. "Die Zahlen sind ungenügend, das kann man nicht anders sagen", so Rosen.

Zur Zeit spricht so gut wie alles gegen eine erneute Rettungsaktion durch Stevens. Hoffenheim sitzt mit nur 14 Zählern auf dem 17.Tabellenplatz fest. Fünf Punkte Rückstand sind es schon auf den Relegationsplatz, sieben bis zum rettenden Ufer.

Ende des "Hoffenheimer Wegs"?

"Ein Team. Ein Weg. Einmalig." - das Motto des Vereins könnte in diesen Tagen gegensätzlicher nicht sein. Die Mannschaft, die auseinanderzubrechen droht, ist auf dem besten Weg runter in die Zweitklassigkeit.

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