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Fußball | Karlsruher SC - SCP 0:0 KSC müht sich zu Punkt gegen Paderborn

Der KSC kommt zuhause gegen Paderborn nicht über ein 0:0 hinaus. 11.800 Zuschauer im Wildpark-Stadion sahen ein ermüdendes Spiel mit wenigen Aufregern.

KSC - Paderborn

Für Enrico Valentini (l.) und den Karlsruher SC reichte es gegen Paderborn nur zu einem Punkt

Der Karlsruher SC präsentierte sich im Heimspiel gegen die Ostwestfalen mit verändertem System. Statt dem 4-3-2-1 aus der Partie bei Union Berlin, schickte Coach Markus Kauzcinski seine Männer mit einer offensiver ausgerichteten 4-4-2-Formation aufs Feld. Zudem wurde auf drei Positionen das Personal getauscht. In der Innenverteidigung ersetzte Bjarne Thoelke den verletzten Daniel Gordon. Grischa Prömel durfte im defensiven Mittelfeld ran und Erwin Hoffer ersetzte Barry.

Doch auch die drei Änderungen verhalfen dem KSC zumindest in Abschnitt eins nicht zu großer Durchschlagskraft. Aber auch die Gäste aus Paderborn brannten kein sonderlich helles Offensiv-Feuerwerk ab. Eine ansehnliche Finte von Prömel war bis dato das einzige Highlight.

KSC die bessere Mennschaft

Gegen Ende der ersten 45 Minuten machten die Hausherren im Wildparkstadion die bessere Figur, kamen im Ansatz zu Möglichkeiten. Der für den verletzten Manuel Torres eingewechselte Boubacar Barry brachte in der 41. Minute eine Flanke in den Strafraum. Hoffer konnte den Ball aber nicht kontrollieren. Mit 0:0 verschwanden die Mannschaften in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel sorgte Robin Krauße in der 49. für ein Lebenszeichen der Paderborner um Trainer Stefan Effenberg. Doch sein Abschluss aus 20 Metern flog meilenweit übers Stadiondach in den Karlsruher Nachthimmel. Nach einer Stunde hatte der "Tiger" an der Seitenlinie der Ostwestfalen genug gesehen und tauschte seinen Offensivmann Jakub Sylvestr aus. Marc Brasnic kam für ihn in die Partie.

Barry trifft nur Aluminium

Acht Minuten später tankte sich KSC-Verteidiger Dennis Kempe auf der linken Außenbahn durch. Sein Versuch fiel jedoch in die Kategorie "kläglich". Wenn es gefährlich wurde, dann nur durch Zufall, wie in 72. Minute: Paderborns Tim Sebastian prüfte per Kopfball seinen eigenen Schlussmann, der war hellwach und verhinderte den Einschlag gerade so. Der KSC hatte in der Folge zumindest optisches Übergewicht.

Barry war es, der in der 81. Minute für ein Raunen im Wildpark sorgte. Aus fünf Metern traf er nach einer Diamantakos-Hereingabe den linken Pfosten. Doch am Ende waren beide Teams in ihren Offensivbemühungen zu harmlos, um die Partie noch an sich zu reißen. Ein ereignisarmes Spiel endete folglich 0:0.

Gulde wettert gegen eigene Fans

Die KSC-Fans waren mit der Leistung ihres Teams überhaupt nicht einverstanden und pfiffen die Mannschaft bei misslungenen Offensiv-Aktionen oder Rückpässen aus. Innenverteidiger Manuel Gulde war so enttäuscht von den eigenen Anhängern, dass ihm nach dem Spiel der Kragen platzte: "Mir geht es auf die Nerven mit den Fans. Das ist ein Witz was die anbieten. Die sollen dann lieber zuhause bleiben. Da hab ich kein Bock auf die paar Hampelmänner da."

Aufstiegs-Traum für die Karlsruher geplatzt?

Nach der eher dürftigen Punkteteilung rangieren die Badener mit 31 Punkten auf dem zehnten Rang der Tabelle. Mit satten 13 Zählern Rückstand auf den Relegationsplatz, kann der KSC die Aufstiegshoffnung nun wohl endgültig begraben.

Karlsruhe: Vollath - Valentini, Thoelke, Gulde, Kempe - Prömel, Meffert - Torres (31. Barry), Yamada - Hoffer (46. Gouaida, 87. Manzon), Diamantakos

Paderborn: Heuer Fernandes - Heinloth, Sebastian, Wahl, Hartherz - Krauße (81. Stöger) - Pepic (46. Helenius), Koc, Bakalorz, Bertels - Sylvestr (60. Brasnic)

Schiedsrichter: Patrick Ittrich (Hamburg)

Zuschauer: 11.831

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