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Fußball | Heidenheim - FSV Frankfurt 2:2 FCH dreht schon verloren geglaubtes Spiel

Der 1. FC Heidenheim hat gegen den FSV Frankfurt einen 0:2 Rückstand wettgemacht und zuhause einen Punkt geholt. Der 2:2-Ausgleich fiel erst kurz vor Schluss.

Dank einer starken Schlussphase holt der der FCH zuhause einen Punkt gegen den FSV Frankfurt

FCH-Trainer Frank Schmidt veränderte sein Team im Vergleich zum Karlsruhe-Spiel (0:0) nur auf einer Position: Für den gelb-gesperrten Arne Feick stand Bard Finne in der Startelf. Auch der Frankfurter Trainer, Tomas Oral, nahm eine Veränderung vor: Shawn Barry spielte für Marc-André Kruska (gelb-gesperrt). Vor 11.300 Zuschauern in der Heidenheimer Voith-Arena ließen es beide Mannschaften zunächst ruhig angehen. Die Hausherren waren um Kontrolle bemüht, die Gäste zeigten in der Abwehr kleine Unsicherheiten.

Nach einer Viertelstunde dann die erste gute Szene der Frankfurter: Ehsan Hji Safi fiel der Ball nach einer schlechten Abwehraktion des FCH direkt vor die Füße. Der Volleyschuss des Iraners flatterte aber einen halben Meter am Tor vorbei (15. Minute). Nun war der Tabellenvierzehnte besser im Spiel und ging in der 22. Minute in Führung. FCH-Torwart Jan Zimmermann konnte einen Flachschuss von Fanol Perdedaj nicht festhalten, Stürmer Taiwo Awoniyi schaltete am schnellsten und schob den Abpraller aus vier Metern ins Tor. Es ist das erste Tor des 18-järhigen Nigerianers im deutschen Profifußball.

Heidenheim drückt - Frankfurt trifft

Heidenheim bemühte sich in der Folge, den Ausgleich schnell wieder herzustellen. Doch FSV-Keeper André Weis lenkte einen Aufsetzer von Heidenheims Kapitän Marc Schnatterer um den Pfosten ins Aus. Nun entwickelte sich ein ordentliches Zweitligaspiel, indem die Schwaben die größeren Spielanteile hatten, ohne jedoch große Torchancen herauszuspielen. Bis zur Pause bleib es beim 1:0 aus Sicht der Frankfurter - eine nicht unverdiente Führung.

Die Heidenheimer kamen nach der Halbzeitpause mit mehr Schwung aus der Kabine und drückten die Frankfurter in die eigene Hälfte. Wirklich gefährlich wurde es vor dem FSV-Tor aber nur als Robert Strauß den Ball flach und scharf in den Fünfer brachte und Barry gerade noch rechtzeitig vor den heranstürmenden Heidenheimern klärte (53.).

Ansonsten fiel den Hausherren auch in der zweiten Halbzeit lange zu wenig ein, um die gut organisierte Defensive der Frankfurter zu überwinden. Die Hessen agierten dagegen gnadenlos effektiv und erhöhten in der 73. Minute auf 2:0. Dani Schahin bediente Perdedaj an der Strafraumgrenze. Der Stürmer zog aus 14 Metern ab und der Linkschuss schlug oben rechts in den Winkel ein - eine Traumtor.

FCH dreht Partie

In der Schlussphase gab Frankfurt das Spiel allerdings aus der Hand. Nach einem Ballverlust der Gäste in der 82. Minute spielte FCH-Verteidiger Strauß einen starken Steilpass auf Denis Thomalla, der ließ Lukas Gugganig aussteigen und markierte den Anschlusstreffer.

Es wurde noch mal spannend in der Voith-Arena: Die Schwaben schienen nun alle Kräfte freizusetzen und drängten auf Ausgleich. Die Partie spielte sich größtenteils um und im Strafraum der Gäste ab. Und der Einsatz zahlte sich für die Mannschaft von Trainer Schmidt aus. Kurz vor Schluss machte der eingewechselte Ben Halloran das 2:2 (88.).

1. FC Heidenheim: J. Zimmermann - R. Strauß, Kraus, Beermann, Titsch-Rivero (61. Halloran) - Leipertz (82. Widemann), Griesbeck, Theuerkauf, Schnatterer - Thomalla, Finne (61. Skarke)

FSV Frankfurt: A. Weis - Huber, S. Barry, Ballas (46. Gugganig), Haji Safi - Rolim, Konrad, Perdedaj (79. Engels), Kalmár - Schahin, Awoniyi (84. Felipe Pires)

Tore: 0:1 Awoniyi (22.), 0:2 Perdedaj (74.), 1:2 Thomalla (81.), 2:2 Halloran (88.)

Zuschauer: 11.300

Schiedsrichter: Günter Perl

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