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Fußball | 2:1 gegen den HSV Kravets erlöst den VfB Stuttgart

Der Knoten platzte in der 88. Spielminute, als Artem Kravets den VfB Stuttgart doch noch zum Sieg schoss. Doch lange Zeit sah es gegen den Hamburger SV nicht gut aus.

Artem Kravets vom VfB Stuttgart beim Torjubel gegen den Hamburger SV

Artem Kravets hat die VfB-Fans mit seinem Tor in der 88. Minute erlöst

Es hätte so ein ruhiger Abend für den VfB Stuttgart werden können. Chancen gab es genügend, um nicht nur gegen den Hamburger SV sondern auch noch zwei weitere Spiele zu gewinnen. Doch Christian Gentner (3.) traf den Ball nicht richtig. Daniel Didavi scheiterte in der 15. Spielminute an HSV-Torwart René Adler. Gentner schoss in der 18. Spielminute neben das Tor. Timo Werner vertändelte gleich dreimal (38., 42., 47.). Lukas Rupp und Kevin Großkreutz setzen dem Treiben die Krone auf, als sie es kurz nach der Halbzeitpause gleich zweimal nicht schafften, den Ball völlig freistehend aus kürzester Distanz über die Linie zu drücken.

Ein Eigentor brachte den VfB in Führung

So viele Chancen bekommt man sonst nur auf der Playstation. Und das die Geschichte aus Sicht des VfB am Ende doch noch gut ausging, war in erster Linie das Verdienst der Hamburger. Denn auch wenn die Fans im Stadion Didavi als Torschützen feierten, es war ein Eigentor, das die Schwaben in der 66. Spielminute in Führung brachte: Aaron Hunt wollte Didavis Kopfball auf der Linie klären, scheiterte jedoch am Rücken seines eigenen Torwarts und der Ball trudelte über die Linie.

Der Knoten schien geplatzt. Zwar hatte der HSV die eine oder Chance gehabt, selbst in Führung zu gehen. Doch nach dem Tor schien der VfB wie erlöst und spielte auf das zweite Tor. Doch die gute Stimmung in der Cannstatter Kurve bekam in der 75. Minute einen herben Dämpfer: Stuttgart verlor den Ball im Angriff und Artjoms Rudnevs nutzte den anschließenden HSV-Konter eiskalt zum 1:1. Nur drei Minuten später hätte Ivo Ilicevic (79.) seine Hamburger sogar in Führung schießen können - er scheiterte jedoch freistehend.

Kravets sorgte wenigstens für einen schönen Abend

Dann kam der große Auftritt von Artem Kravets. Der eingewechselte Alexandru Maxim setzte sich auf der rechten Seite und flankte den Ball nach innen. Der Neuzugang von Dinamo Kiew rauschte heran und köpfte den Ball zum 2:1 Sieg-Treffer ein. Und sorgte dafür, dass es für die VfB-Fans zwar immer noch kein ruhiger, aber wenigstens ein schöner Abend wurde.

VfB-Sportvorstand Robin Dutt war jedoch nur bedingt zum Feiern zu Mute. Stattdessen haderte er am Sonntag mit der schlechten Chancenauswertung seines Teams.


Der VfB Stuttgart hat damit 21 Punkte und steht auf Platz 15 - einem Nichtabstiegsplatz. Doch mit dem knappen Sieg haben die Schwaben den Hamburger SV ordentlich in die Bredouille gebracht: Die Hanseaten stehen zwar noch auf Platz elf, haben aber nur noch drei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.

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