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Fußball | Badisches Derby SC Freiburg schlägt KSC und ist Spitzenreiter

Der SC Freiburg hat mit einem 1:0-Heimsieg im badischen Derby gegen den Karlsruher SC die Tabellenführung in der 2. Bundesliga übernommen.

Dimitri Diamantakos und Immanuel Höhn

Schenkten sich im badischen Derby nichts: Dimitri Diamantakos und Immanuel Höhn

SC-Trainer Christian Streich stellte seine Mannschaft nach dem 3:1 in Frankfurt auf zwei Positionen um: Für den gelb-gesperrten Florian Niederlechner spielte Top-Torschütze Nils Petersen. Neben ihm stürmte Maximilian Philipp, der anstelle von Karim Guedé zum Einsatz kam. Beim KSC standen Enrico Valentini, Jonas Meffert, Grischa Prömel und Mohamed Gouaida für Sascha Traut, Dominic Peitz, Boubacar Barry und Dimitrij Nazarov in der Startelf.

Der Tabellenzehnte aus Karlsruhe ließ die favorisierten Freiburger in den ersten Minuten nicht ins Spiel kommen. Die Kauczinski-Elf störte früh und zog aus einer hervorragend eingestellten Abwehr ein ansehnliches Offensivspiel auf. Die erste Großchance des Spiels hatte Dimitris Diamantakos: Der KSC-Stürmer legte mit der Hacke auf Valentini ab, dessen geblockter Schuss kam zu Diamantakos zurück. Der Grieche zog aus fünf Metern ab, aber der Ball segelte übers Tor (28.).

KSC führt... nicht

Nur eine Minute später traf Gouaida nach guter Vorarbeit von Valentini ins Freiburger-Tor, aber Schiedsrichter Felix Brych entschied auf Abseits - eine sehr knappe Angelegenheit.

Freiburg war weiter um Spielkontrolle bemüht, doch Karlsruhe bot den Breisgauern nach wie vor wenig Freiräume. Dafür hatte der aktive Valentini in der 37. Minute noch einmal eine Gelegenheit zum 1:0 für die Gäste, aber sein Kopfball aus acht Metern wurde von Pascal Stenzel geblockt.

In der ersten Halbzeit waren die Karlsruher näher dran an der Führung, die Hausherren mussten eine Schippe drauflegen.

SC mit Volldampf aus der Kabine

Und Freiburg kam deutlich dynamischer aus der Pause und überrannte in der ersten Viertelstunde die Karlsruher Abwehr förmlich. Stürmer Petersen setzte KSC-Torwart René Vollath so unter Druck, dass dessen Pass vor den Füßen von Amir Abrashi landete. Der Freiburger Mittelfeldmann zielte nur ganz knapp am linken Pfosten vorbei (51.).

Die Karlsruher Defensive hatte erstmals Probleme mit den spielstarken Freiburgern. "Wir haben die erste Viertelstunde der zweiten Halbzeit ein bisschen verschlafen," beurteilte KSC-Coach Kauczinski diese Phase des Spiels.


"Spitzenreiter, Spitzenreiter"

Der SC wurde nun immer stärker. Nachdem KSC-Keeper Vollath einen Grifo-Schuss ins Aus lenkte, fiel das 1:0 für Freiburg. Mike Frantz nickte die anschließende Ecke aus sechs Metern ins Tor (58.) - ein undankbarer Aufsetzer aus Sicht des Karlsruher Torwarts. Es war das 19. Saisontor nach einer Standardsituation für die Breisgauer und das erste Gegentor für den KSC nach 357 Minuten. Die SC-Fans feuerten den vorläufigen Tabellenführer mit "Spitzenreiter, Spitzenreiter"-Rufen an.

Viel Leidenschaft auf beiden Seiten

Die Gäste ließen sich aber nicht hängen und versuchten, sich wieder ins Spiel zurück zu kämpfen. Doch Gouaida (69.) und Diamantakos (73.) spielten ihre Angriffe nicht konsequent zu Ende. Eine hundertprozentige Chance hatten die Karlsruher nicht mehr.

Beide Mannschaften zeigten in einem guten Zweitligaspiel bis zum Schluss viel Einsatz und Leidenschaft. Freiburg geht aufgrund der zweiten Halbzeit als verdienter Sieger und neuer Tabellenführer vom Platz.

SC-Trainer Streich freute sich zwar über den Sieg, war aber vom Spielverlauf nicht überrascht: "Karlsruhe war gegen uns super motiviert, in der ersten Halbzeit waren sie richtig gut. Wir haben es heute mal geschafft, 1:0 zu gewinnen. Das schaffen wir sonst nicht."

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