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3. Liga | VfR Aalen DFB hält an Punktabzug fest

Der DFB bleibt hart und hat den Widerspruch des VfR Aalen abgewiesen. Nun werden dem finanziell angeschlagenen Drittligisten neun Punkte abgezogen. Einen dünnen Strohhalm gibt es noch.

Peter Vollmann nachdenklich

Trainer Peter Vollmann und der VfR Aalen hoffen auf einen Erfolg des Widerspruchs

Einen letzten Strohhalm gibt es noch, den will der VfR Aalen auch ergreifen. Trotzdem sieht es nach der DFB-Entscheidung, den Einspruch wegen des Neun-Punkte-Abzugs abzuweisen, eher düster aus. Denn damit steht fest: Der VfR Aalen spielt in der Rückrunde der 3.Liga nicht um den Aufstieg in die 2. Bundesliga - sondern gegen einen Abstieg in die Regionalliga. Mit nun 35 Punkten rutscht der VfR Aalen von Platz drei auf Platz 14 in der Liga ab und befindet sich damit noch sieben Punkte vor Abstiegsplatz 18. Der VfR Aalen hatte gegen die DFB-Entscheidung Widerspruch gegen den Punkt-Abzug eingelegt.

Der VfR werde gegen die Entscheidung erneut Widerspruch einlegen, erklärte der Verein in einer Pressemitteilung. Zuständig sei dann die nächsthöhere Instanz: das DFB-Präsidium. "Auch wenn das Ergebnis der Entscheidung für den VfR Aalen weiterhin nicht positiv ist, war es dennoch eine gute Gelegenheit, unsere Sicht der Dinge dem DFB noch einmal ausführlich darzulegen", erklärte VfR-Präsidiumssprecher Roland Vogt.

Durch den Punktabzug ist Aalen in der 3. Liga abgerutscht und liegt mit vier Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsrang auf dem 16. Tabellenplatz. Sollte der Widerspruch Erfolg haben und der Punktabzug zurückgenommen werden, klopft der VfR sogar an die Aufstiegsplätze an. Zuletzt gab es zwei Siege nacheinander für die Aalener. Der Club, der 2015 aus der 2. Bundesliga abgestiegen war, hatte den Insolvenzantrag aufgrund von Schulden-Altlasten gestellt.

3,6 Millionen Euro Schulden

Der VfR Aalen wollte sich durch die Insolvenz von 3,6 Millionen Euro Schulden befreien, die den Verein noch aus der Vergangenheit belasten und die Zukunft des Klubs in Frage stellen.

Martin Toshev vom VfR Aalen ruft höhere Mächte an

Blickt mit Aalen unsicheren Zeiten entgegen: Martin Toshev (Archivbild)

Noch vor der Bekanntgabe durch den DFB hatte sich der ehemalige Präsident und Sponsor Berndt-Ulrich Scholz zur Insolvenz geäußert. Scholz sah sich durch den Antrag in ein schlechtes Licht gestellt. Schließlich wird die Insolvenz zumindest in Teilen auch ihm angelastet. Eingeplantes Geld sei nicht ausgezahlt worden. Doch Scholz wieß die Verantwortung von sich: "Die Sponsoren-Verträge von Imtec und Scholz-Recycling sind alle erfüllt worden." Er schiebt die Schuld auf den aktuellen Vorstand: Die Schulden resultierten aus Verlusten der vergangenen beiden Spielzeiten. "Wenn die aktuell Verantwortlichen Charakter hätten, würden sie zurück treten."

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