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Fußball | 2. Bundesliga Stuttgarter mitten im Teufelskreis

Nach nur vier Spieltagen geht die Zweitligasaison des VfB Stuttgart wieder von vorne los. Gesucht wird nach der Trennung von Jos Luhukay noch der Trainer, der den Reset-Knopf drückt.

Stuttgarts Takuma Asano, Florian Klein und Simon Terodde nach dem Spiel gegen Heidenheim.

Stuttgarts Takuma Asano, Florian Klein und Simon Terodde wollen zurück in die Erfolgsspur

Beim Auswärtsspiel in Kaiserslautern sitzt der bisherige Co-Trainer Olaf Janßen zusammen mit seinen Assistenten Andreas Hinkel und Heiko Gerber auf der Bank.
Dieses Gespann ist für Stuttgarts Sportvorstand Jan Schindelmeiser nur eine Zwischenlösung. Das Trio hat aber durchaus Erfahrung vorzuweisen. Mehr als 600 Spiele als Profis haben sie zusammen auf dem Konto. In der Trainerverantwortlichkeit fehlen ihnen aber vergleichbare Zahlen.

Nur Janßen hat mit den Stationen Rot-Weiß Essen und Dynamo Dresden etwas vorzuweisen. Sein größter Erfolg bisher auf der Trainerposition: Platz 17 mit Dresden. Das wäre für die Stuttgarter deutlich zu wenig. Alles außer der direkten Erstligarückkehr ist inakzeptabel. Und die Parallele zum aktuellen Gegner könnte gar nicht deutlicher sein.

Große Parallelen zum FCK

Der 1. FC Kaiserslautern schaffte seit dem Abstieg 2012 auch kein Stimmungshoch mehr. Mit personellen und finanziellen Querelen stand sich der Traditionsclub selbst im Weg. Da ist es wohl kein verbaler Zufall, dass Stuttgarts einziger Kandidat für das Präsidentenamt, Wolfgang Dietrich, davon spricht, dass nicht mehr viel passieren dürfe, dass auch der VfB in diesem Teufelskreis landet. Wohl gemerkt gab es diesen Ausspruch vor Luhukays Rücktritt. Demnach stecken die Stuttgarter jetzt mittendrin.

Und deshalb grenzt sich der VfB dann doch schnell ab vom aktuellen Tabellenletzten der zweiten Liga. Klare Unterschiede meint der stellvertretende Aufsichtsratschef Wilfried Porth erkennen zu können und damit einen Vorteil auf Stuttgarter Seite. Kaiserslautern habe gar nicht die Infrastruktur, die man selbst hätte. Wichtiger als das Drumherum im Fußball sind aber Tore und Punkte. Und da haben beide Seiten einiges vorzuweisen. Kaiserslautern noch sieglos. Stuttgart mit immerhin zwei Erfolgen aus den ersten vier Spielen. Also, gewinnen würden sowohl den Einen als auch den Anderen gut tun. Sonst verschärft sich so ein Teufelskreis weiter und weiter.

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