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Fußball | 2. Bundesliga Freiburg siegt im Spitzenspiel

Bei Schnee und eisigen Temperaturen hat sich der SC Freiburg 2:1 vom Zweitliga-Primus RB Leipzig getrennt. Freiburg ist nun auf drei Punkte am Tabellenführer dran.

Der Freiburger Vincenzo Grifo feiert sein Tor zum 1:0 im Zweitliga-Spiel gegeRB Leipzig

Der Freiburger Vincenzo Grifo feiert sein Tor zum 1:0 gegen RB Leipzig

Ein Sieg des SC Freiburg gegen den hochveranlagten Zweitliga-Tabellenführer RB Leipzig war vor dem Spiel etwa genauso wahrscheinlich wie Schnee im März: durchaus möglich aber nicht sehr wahrscheinlich. Schließlich haben die Ostdeutschen nur eines der letzten zehn Spiele verloren, und Freiburg musste nach der Winterpause erst einmal ein kleines Tal durchlaufen. Allerdings hat die Mannschaft von Trainer Christian Streich schon , und zuletzt gegen Arminia Bielefeld eindrucksvoll gezeigt, dass wieder mit ihr zu Rechnen ist.

Und so hatte es kurz vor Spielbeginn begonnen, zu schneien.

Die Freiburger kamen mit dem Wetter-Umschwung deutlich besser zurecht: Sie überbrückten das Mittelfeld mit langen Bällen auf die schnellen Flügel, die immer wieder nach Innen zogen und dort für Gefahr sorgten. Leipzig hingegen versuchte trotz des schlechten Wetters und des verschneiten Bodens, mit Kurzpassspiel in Richtung Freiburger Tor zu kommen.

Freiburg führt nach einem Konter

So fiel auch die frühe Führung nach einem schnellen Konter über die Flügel: Florian Niederlechner trieb den Ball über Rechts nach Vorne und spielte den Ball nach Innen auf Mike Frantz. Der Flügelstürmer leitete den Ball zum noch besser postierten Vincenzo Grifo weiter, der in der 10. Spielminute gekonnt ins lange Eck schlenzte.

In der 33. Spielminute ordnete Schiedsrichter Gräfe eine Unterbrechung an, weil das Freiburger Schnee-Schiebe-Kommando die Linien frei räumen musste.

Nach der Pause kam Leipzig besser ins Spiel und drängte auf den Ausgleich. Der fiel in der 56. Spielminute: Es schien, als hätte Yussuf Poulsen die Chance schon vertändelt, als Christian Günter den flinken Dänen an den Rand des Strafraums abgedrängt hat. Dennoch gelang Poulsen der Pass auf Dominik Kaiser, der gezielt von der Strafraumgrenze aus einschoss.

Orban-Fehler bringt Freiburg wieder nach Vorne

Und als Leipzig immer stärker wurde, kam dem SC Freiburg der Zufall in Person von Willi Orban zu Hilfe: Der unterschätzte einen langen Ball und köpfte genau auf den eingewechselten Nils Petersen, der den Ball sofort zu Florian Niederlechner durchsteckte. Der hatte allein vor Torwart Peter Gulacsi leichtes Spiel und schoss die Freiburger in der 68. Spielminute erneut in Führung.

Danach entwickelte sich ein munteres Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Besonders Niederlechner und Grifo auf der einen und Poulsen auf der anderen Seite waren immer wieder gefährlich. Dabei war es den Spielern beider Mannschaften hoch anzurechnen, dass sie trotz des schlechten Wetters immer wieder gefällig kombinierten und sich nicht nur aufs Kick'n'Rush verließen.

Schwolow rettet den Sieg in der Nachspielzeit

In der Nachspielzeit musste der Freiburger Torhüter Alexander Schwolow noch einmal sein ganzes Können aufbieten, um einen Volleyschuss von Marcel Sabitzer abzuwehren. So blieb es schließlich beim verdienten 2:1-Sieg für den SC Freiburg.

"Auf so einem Platz ist es wichtig, in Führung zu gehen", sagte Freiburgs Trainer Christian Streich nach dem Spiel und betonte: "Es ging nicht so sehr um einen Gradmesser, sondern mehr um drei Punkte."

Freiburg ist damit bis auf drei Punkte an den Tabellenführer aus Leipzig herangerückt. Und hat wieder drei Punkte Vorsprung auf den 1. FC Nürnberg, der im Fernduell um den direkten Aufstiegsplatz bereits am Freitag mit vorgelegt hatte.

Freiburg: 1 Schwolow - 15 Stenzel, 4 Höhn, 20 Kempf, 30 Günter - 27 Höfler, 6 Abrashi - 8 Frantz, 32 Grifo - 31 Guede, 7 Niederlechner.

Trainer: Streich

Leipzig: 32 Gulacsi - 16 Klostermann, 4 Orban, 33 Compper, 23 Halstenberg - 31 Demme, 6 Khedira - 24 Kaiser, 7 Sabitzer, 10 Forsberg - 9 Poulsen

Trainer: Rangnick

Schiedsrichter: Manuel Gräfe (Berlin)

Zuschauer: 24.000 (ausverkauft)

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