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Fußball | 1. FC Kaiserslautern "Rot-weiße Hilfe" verteidigt Lautern-Fans

Fans des 1. FC Kaiserslautern sind nach dem Auswärtsspiel in Düsseldorf mit der Polizei aneinandergeraten. Schuld waren die Fans - oder? Die Fan-Initiative "Rot-Weiße Hilfe" widerspricht.

Nach den sexuellen Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht verstärkt die Polizei die Präsenz am Hauptbahnhof.

Wer hat den Konflikt zwischen FCK-Fans und der Polizei in Köln ausgelöst? (Symbolbild)

Die Fan-Initiative schiebt die Schuld auf den ihrer Meinung nach "unverhältnismäßigen Einsatz der Bundespolizei im Kölner Hauptbahnhof". Demnach sind einige Fans des 1. FC Kaiserslautern bereits im Zug auf dem Weg nach Köln in eine unverschlossene Schaffner-Kabine eingedrungen und haben dort über die Mikrofon-Anlage Musik gespielt. Der Zugbegleiter wandte sich daraufhin an die Polizei. Soweit stimmen die Angaben der Kölner Polizei und denen der Fan-Initiative überein.

Die Rot-Weiße Hilfe ist eine Initiative von Fans des 1. FC Kaiserslautern, die andere Fans bei Stadionverboten und Problemen mit Polizei uns Justiz beraten und Geld für Rechtsanwälte einsammeln und zur Verfügung stellen.

Danach weichen die Angaben voneinander ab: Die Initiative berichtet auf ihrer Internetseite, dass zwei Zivil-Beamte und ein Angestellter des Fan-Projekts die Situation noch auf dem Weg nach Köln klären konnten. Dennoch hätten in Köln bereits weitere Polizisten am Bahnsteig gewartet und sich robust Zugang zum Abteil verschafft. Die Fans forderten von der Bundespolizei eine Erklärung. Danach sei die Situation eskaliert: Die Polizei setzte Pfefferspray ein, woraufhin die Fans den Zug verließen. Auf dem Bahnsteig eskalierte die Situation erneut - laut Fan-Initiative, weil ein Fan zwischen Gleis und Bahnsteig gefallen sei.

Die Kölner Polizei sieht Schuld bei den Fans

Die Kölner Polizei sagte dem SWR am Montag, dass der Musik-Vorfall zu diesem Zeitpunkt keinesfalls geklärt war. Darum hätten sich einige Bundespolizisten Zutritt zu dem Waggon verschafft, wo sie bereits von aggressiven Fans erwartet wurden. Ein Fan habe einen Polizisten gegen den Kopf getreten und verletzt; er musste mit einer Gehirnerschütterung ins Krankenhaus gebracht werden. Daraufhin habe die Polizei Pfefferspay eingesetzt. Einige Fans haben daraufhin mit Dosen, Flaschen und sogar einem Feuerlöscher geworfen. Die Lage habe sich laut Polizei erst beruhigt, als Beamten der Landespolizei eingriffen.

Welche der beiden Versionen korrekt ist, weiß noch niemand. Die Kölner Polizei war am Montag noch damit beschäftigt, Videos auszuwerten und mit den Zivil-Polizisten aus Kaiserslautern zu sprechen. Fest steht jedoch: Die FCK-Fans mussten nach dem Vorfall mit einem anderen Zug heimfahren. Durch den Konflikt kamen 69 Züge zu spät, 14 mussten ihre Fahrt abbrechen oder vorzeitig umkehren, 4 Züge haben den Kölner Hauptbahnhof umfahren.

Der 1. FC Kaiserslautern will die Gespräche mit der Polizei abwarten und sich erst später zu den Vorwürfen äußern.

Zeigt das Internet-Video die beschriebenen Vorfälle?

Dieses Internet-Video wurde am Sonntag hochgeladen und zeigt randalierende Menschen am Kölner Hauptbahnhof - und zumindest laut Video-Beschreibung zeigt es auch die beschriebenen Vorfälle.

Aktuell im SWR