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Krise beim 1. FC Kaiserslautern Wie lange noch mit Fünfstück?

Der 1. FC Kaiserslautern befindet sich nach der fünften Niederlage in Folge in Abstiegsgefahr. Trainer Konrad Fünfstück darf aber trotz der Negativserie weiter arbeiten - vorerst.

Konrad Fünfstück

FCK-Trainer Konrad Fünfstück darf vorerst weiter machen.

"Konrad Fünfstück bleibt weiter Trainer des 1. FC Kaiserslautern." Diese Mitteilung des 1. FC Kaiserslautern kam am Sonntag doch etwas überraschend, denn FCK-Insider hatten nach der 3:4-Niederlage in Düsseldorf fest mit einer Ablösung des jüngsten Zweitligatrainers gerechnet. Nach dieser fünften Niederlage in Folge ist der FCK mit 31 Punkten auf Platz zwölf der Tabelle – sechs Punkte beträgt der Vorsprung auf einen Relegationsplatz. Es hätten weniger sein können, doch zum Glück für den FCK spielten fast alle Konkurrenten am Wochenende nur unentschieden.

Aufsichtsrat und Vorstand wirklich einig? 

Vorstand und Aufsichtsrat sprachen Konrad Fünfstück in einer gemeinsamen Erklärung ihr Vertrauen aus. "Wir sind uns sicher, dass er die Mannschaft wieder in die Erfolgsspur zurückbringt", sagte Vorstandschef Stefan Kuntz zum Beispiel der Tageszeitung "Rheinpfalz". Dabei ging es hinter den Kulissen aber offenbar nicht so einmütig zu. Nach SWR-Informationen wurde die Personalie Fünfstück durchaus kontrovers diskutiert. Kuntz steht dabei offenbar hinter dem Trainer, der Aufsichtsrat soll aber Kontakte zu anderen Trainern aufgenommen haben.

Nur Vorstand kann Trainer entlassen 

Das Problem ist in diesem Fall die Satzung des 1. FC Kaiserslautern: Danach kann nur der Vorstand einen Trainer entlassen. Hätte der Aufsichtsrat Fünfstück feuern wollen, hätte er dem Vorstandsvorsitzenden Kuntz gleich auch den Stuhl vor die Tür setzen müssen. Kuntz hört ohnehin am Saisonende auf. Offenbar hatte der Aufsichtsrat nicht den Mut, diesen ganz großen Schnitt zu vollziehen und Vorstand und Trainer jetzt zu entlassen. Noch nicht.

Argumente für und gegen Fünfstück 

Dabei gibt es auch gute Argumente für eine Weiterbeschäftigung von Fünfstück: Die Mannschaft scheint nicht gegen den Trainer zu spielen, die Kommunikation zwischen Führungsspielern und dem Trainer funktioniert. Wenn diese Dinge nicht funktionieren, sind das normalerweise im Profi-Fußball untrügliche Zeichen, dass es mit einem Trainer nicht mehr geht. Einen großen Nachteil hat Konrad Fünfstück aber: Er hat als neuer Profi-Trainer keinerlei Erfahrung im Abstiegskampf, der spätestens am Samstag für den FCK begonnen hat.

Wegweisendes Spiel gegen Sandhausen 

Der 1. FC Kaiserslautern hat jetzt erst einmal zwei Wochen Pause, dann folgen zwei Heimspiele gegen Sandhausen und Karlsruhe. Sollten in diesen Spielen mit neuem Schwung nach der Länderspielpause zwei Siege gelingen, wäre der FCK wahrscheinlich schon gerettet und könnte für ein weiteres Jahr in der zweiten Liga planen. Sollte aber das erste Spiel gegen Sandhausen nicht gewonnen werden, könnte der Druck auf den Verein zu groß werden und Konrad Fünfstück seinen Job doch noch verlieren. Und dann? Da tauchen neue Probleme auf: Einige Trainer haben offenbar wohl schon abgesagt, andere kosten viel Geld. Geld, dass der klamme FCK aber nicht hat. Ein Trainerwechsel wäre also auch noch ein finanzieller Kraftakt.

Aktuell im SWR