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1. FC Heidenheim gegen VfB Stuttgart Brekalo wird zum Helden im Schwaben-Duell

Der VfB Stuttgart rächt sich für die Niederlage im Hinspiel und besiegt den 1. FC Heidenheim knapp mit 2:1. In einer chancenreichen Partie avancierte Neuzugang Brekalo zum Mann des Spiels.

Josip Brekalo schießt den VfB mit einem Traumtor zum 2:1-Sieg beim 1. FC Heidenheim

Josip Brekalo schießt den VfB mit einem Traumtor zum 2:1-Sieg beim 1. FC Heidenheim

15.000 Zuschauer, davon 1.700 mitgereiste Stuttgarter Fans, sahen von Beginn an einen spielerisch überlegenen VfB, der sich bei Dauerregen auf der Ostalb nach zehn Minuten die erste große Möglichkeit erspielte. Einen zu kurzen Klärungsversuch der Heidenheimer nahm Grgic aus gut 25 Metern Volley, doch Müller kratzte die Kugel sehenswert aus der linken Ecke. Die Mannschaft von Hannes Wolf präsentierte sich folglich deutlich druckvoller und agiler im Spiel nach vorne.

Stuttgart mit Druck - Gentner mit dem 0:1

Die Belohnung folgte in der 10. Minute: Nach einer Ecke von Grgic stand Kapitän Christian Gentner am Elfmeterpunkt völlig blank. FCH-Rechtsverteidiger Philp konnte den ersten Schuss von Gentner zwar per Kopf klären - allerdings wieder genau vor die Füße des Kapitäns, der den Ball im zweiten Versuch Volley aufs Tor wuchtete. Das verdiente 0:1. Schnatterer konnte auf der Linie nicht mehr klären.

Der Tabellenführer ließ keine Zweifel an der Favoritenrolle aufkommen, initiierte von der linken Seite immer wieder starke Angriffe. Nach einer mustergültigen Vorarbeit von Insua musste der Carlos Mané aus rund zehn Metern eigentlich nur noch locker einschieben - doch der Portugiese schoss den Ball freistehend am rechten Pfosten vorbei.

Schnatterer mit genialem Moment

In die Überlegenheit der Stuttgarter dann plötzlich der Auftritt von Marc Schnatterer: der FCH-Kapitän durfte viel zu leicht durch das Stuttgarter Mittelfeld marschieren. Von keinem VfB-Spieler ernsthaft attackiert, zirkelte er den Ball aus rund 25 Metern traumhaft in den Winkel. Keine Chance für Langerak. Mit seinem achten Saisontor (acht Assists) zog der 31-Jährige im Duell der besten Zweitliga-Scorer mit Simon Terodde (14 Tore, zwei Assists) gleich.

Zur zweiten Halbzeit brachte Heidenheims Trainer Tim Skarke für Thomalla, der den entscheidenden 2:1-Siegtreffer für Heidenheim im Hinspiel erzielte. Offensiv kam von beiden Mannschaften nach der Pause recht wenig. Hannes Wolf reagierte und brachte in der 62. Minute Stürmer Daniel Ginczek für den eher glücklosen Julian Green.

Josip Brekalo erlöst den VfB mit Traumtor

Wenige Augenblicke später brachte ein Super-Reflex von Kevin Müller den VfB Stuttgart um das 2:1. Einen Rechtsschuss von Gentner lenkte der FCH-Torwart stark um den rechten Pfosten, einen Terodde-Kopfball entschärfte er ebenfalls. In die Sturm- und Drangphase der Stuttgarter traf beinahe wieder Schnatterer. 20 Minuten vor dem Ende traf er per Direktabnahme knapp neben den linken Pfosten.

Doch den "magic moment" hatte plötzlich der eingewechselte Josip Brekalo. Der kroatische Neuzugang vom VfL Wolfsburg drehte sich rund 25 Meter vor dem Tor, nahm Maß und setzte die Kugel in der 71. Minute traumhaft in den Winkel. Genauer kann man nicht ins Kreuzeck treffen. Der VfB verdiente sich die Punkte in den folgenden Minuten durch weitere Möglichkeiten.

Langeraks Rettung an Latte und Pfosten

Der FCH ergab sich jedoch nicht kampflos und hatte kurz vor Schluss mehrere Chancen. In der 85. Minute bewies Langerak seine Klasse und rettete einen Kopfball von John Verhoek sensationell: Erst prallte der Ball gegen die Latte, von dort an den Pfosten und dann ins Aus.

Am Ende brachten die Stuttgarter das knappe 2:1 über die Zeit und landeten einen eminent wichtigen Auswärtssieg auf dem Weg Richtung Aufstieg. Heidenheim hatte das 2:2 auf dem Fuß, letztlich stand jedoch eine bittere Niederlage für den FCH.

1. FC Heidenheim - VfB Stuttgart 1:2

Heidenheim: Kevin Müller - Philp, Mathias Wittek, Wahl (87. Finne), Theuerkauf - Griesbeck, Titsch-Rivero - Schnatterer, Kleindienst - Thomalla (46. Skarke)
Trainer: Frank Schmidt

Stuttgart: Langerak - Großkreutz, Baumgartl, Kaminski, Insua - Grgic (76. Matthias Zimmermann) - Mane, Gentner, Asano (57. Brekalo), Green (62. Ginczek) - Terodde
Trainer: Hannes Wolf

Schiedsrichter: Jochen Drees
Zuschauer: 15.000 (ausverkauft)
Tore: 0:1 Gentner (19.), 1:1 Schnatterer (42.), 1:2 Brekalo (71.)

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