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Eishockey | Vorplayoffs Die Adler Mannheim sind wieder da

Mit einer starken Leistung haben sich die Adler Mannheim ein drittes Spiel gegen die Kölner Haie erkämpft. In einem harten Spiel gewinnen die Kurpfälzer mit 5:2 (0:0, 4:1, 1:1)

Die Mannheimer Adler Christoph Ullmann, Denis Reu und Jon Rheault bejubeln Ullmanns Treffer zum 2:0 im zweiten DEL-Play-Off-Spiel gegen die Kölner Haie.

Christoph Ullmann brachte die Adler in Führung und jubelte mit Denis Reu und Jon Rheault

Zehn Minuten. Nur zehn Minuten. Um mehr hatte Trainer Craig Woodcroft seine Spieler nicht gebeten. An diese zehn Minuten sollten sie sich erinnern. Denn nur in diesen zehn Minuten waren die Adler Mannheim im ersten Spiel gegen die Kölner Haie wirklich stark.

Die Adler haben sich den Rat ihres Trainers zu Herzen genommen: Schon im ersten Drittel waren sie die aktivere Mannschaft mit den besseren Chancen und standen vor allem in der Abwehr wesentlich kompakter. Einzig bei einer Chance von Charlie Stephens in der 14. Spielminute sahen sie hinten nicht gut aus.

Führung in Überzahl

Im zweiten Drittel wurde Mannheim offensiver. Dennoch brauchten die Adler eine Überzahl-Situation, um in Führung zu gehen: Glen Metropolit spielte den Puck zu Jon Rheault, der hinter dem Tor der Kölner Haie lauerte, Wesslau umkurvte und in der 26. Spielminute zum 1:0 für die Adler Mannheim einschoss.

Und während einige der 12.644 Zuschauer in der ausverkauften SAP-Arena noch an ihrem Tweet zum Führungstreffer tippten, erhöhte Christoph Ullmann auf 2:0.

Charlie Stephens und Dominik Bittner prügeln sich im Pre-Play-Off-Spiel der Adler Mannheim gegen die Kölner Haie

Charlie Stephens und Dominik Bittner ließen im zweiten Drittel die Fäuste fliegen

Die Kölner Haie wirkten nach dem Doppelschlag etwas frustriert, denn das Spiel wurde ruppiger. Immer wieder gab es Zeitstrafen wegen übertriebener Härte - in der 28. Spielminute gab es sogar eine veritable Schlägerei zwischen Charlie Stephens und Dominik Bittner. Beide Spieler mussten mit einer 2+2+10-Minuten Zeitstrafe vom Eis. Auch Jochen Hecht und Shawn Lalonde mussten nach einer Keilerei vorzeitig in die Kabine.

Adler nicht beeindruckt

Doch die Adler ließen sich von der härteren Gangart nicht beeindrucken und lauerten auf Konter. Und das erfolgreich: Denn nach einer schönen Kombination über drei Stationen erzielte Matt Lashoff in der 30 Spielminute das 3:0.

Adler entscheiden das Spiel noch im zweiten Drittel

Die Adler hatten einen Lauf. Und so fiel vor der Drittelpause auch noch das 4:0: Marcel Goc erkämpfte sich hinter dem Tor den Puck spielte weiter zu Jochen Hecht, der in der 35. Spielminute einschob. Das waren vier Tore in zehn Minuten. Des Trainers Worte hatten also gewirkt. Das 4:1 kurz vor der Drittelpause durch Johannes Salmonsson brachte die Haie heran aber nicht zurück ins Spiel. Denn die Adler Mannheim knüpften im letzten Drittel nahtlos an die gute Leistung an. Und es war erneut Ullmann, der in der 44. Spielminute den alten Vier-Tore-Abstand wieder herstellte.

Entscheidendes Spiel am Sonntag

Danach ließen es die Adler etwas ruhiger angehen. Sie zogen sich vor dem eigenen Tor zurück und beschränkten sich darauf, die Haie im Spielaufbau zu stören. Das Kalkül ging auf, denn mehr als als der Achtungstreffer von Dragan Umicevic in der 55. Spielminute gelang den Kölnern nicht mehr.

Mit dem 5:2-Sieg fällt die Entscheidung im dritten Spiel am Sonntag um 14.30 Uhr. Ob zehn gute Minuten auch dann ausreichen, ist fraglich. Genügend Selbstvertrauen haben sich die Adler Mannheim am Freitagabend jedenfalls erarbeitet.

Der Playoff-Modus

Zum Auftakt der Playoffs um die 96. deutsche Eishockey-Meisterschaft kämpfen die Adler Mannheim gegen die Kölner Haie und der ERC Ingolstadt gegen die Straubing Tigers um die letzten beiden Viertelfinalplätze. Zwei Siege sind zum Weiterkommen nötig. Red Bull München, die Eisbären Berlin, die Iserlohn Roosters, die Grizzlys Wolfsburg, die Düsseldorfer EG und die Nürnberg Ice Tigers haben sich direkt für die Runde der letzten Acht qualifiziert.

Ab dem Viertelfinale gilt der Modus "best of seven". Wer zuerst vier Spiele gewonnen hat, kommt eine Runde weiter bzw. gewinnt den Titel. Bei Unentschieden nach 60 Minuten wird so lange in 20-Minuten-Abschnitten weitergespielt, bis ein Tor fällt ("sudden death"). Dabei wird anders als in der Vorrunde mit Fünf gegen Fünf gespielt.

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