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Eishockey | DEL Adler verlieren spektakulär in Köln

Es wird immer enger für die Adler Mannheim. Der Deutsche Meister unterlag im ersten Spiel der Pre-Playoffs bei den Kölner Haien mit 3:6 und ist nun zum Siegen verdammt.

Mannheims Jochen Hecht (Mitte) scheitert im Zweikampf mit Kölns Moritz Müller an Kölns Torwart Gustaf Wesslau

Jochen Hecht (m.) konnte sich mit den Mannheimer Adlern in Köln nicht durchsetzen

Kölner Haie gegen Adler Mannheim: Das klingt im Eishockey nach Tradition, Toren und Titelkampf. Seit Einführung der Deutschen Eishockey Liga (DEL) im Jahr 1994 holten die Adler sechs Meisterschaften, zweimal waren die Haie erfolgreich. Die Gegenwart sieht für beide Clubs anders aus, in den Pre-Playoffs geht es ums Überleben in der DEL.

Im ersten Spiel der Serie, in der zwei Siege zur Qualifikation für das Viertelfinale benötigt werden, musste der Titelverteidiger aus Mannheim in Köln antreten. Das Team von Trainer Craig Woodcroft hatte sich nach der durchwachsenen Hauptrunde viel vorgenommen, doch schon früh wurden die Adler-Pläne von den Haien zerbissen. Philipp Gogulla (8.) und Charlie Stephens (14.) brachten die Gastgeber im ersten Drittel mit 2:0 in Führung.

Kurioses zweites Drittel

Im zweiten Spielabschnitt ging es dann Schlag auf Schlag. 49 Sekunden nach dem Wiederanpfiff erzielte Gogulla mit seinem zweiten Tor das 3:0 für die Haie. Die Mannheimer gaben sich aber nicht auf, Christoph Ullmann hielt sein Team mit dem Treffer zum 1:3 im Spiel (23.). Doch nur 17 Sekunden später stellte Patrick Hager den Drei-Tore-Vorsprung für Köln wieder her - 4:1. Wer jetzt glaubte, die Moral der Kurpfälzer sei gebrochen, der sah sich getäuscht. Sinan Akdag (36.) und erneut Ullmann (39.) brachten die Adler auf 3:4 heran.

Kampf wird nicht belohnt

Mannheim kämpfte, Mannheim bewies Moral, aber Mannheim schaffte den Ausgleich nicht. Brandon Yip und Danny Richmond hatten die besten Chancen kurz vor dem Spielende, doch Haie-Keeper Gustaf Wesslau parierte brillant. In den Schlusssekunden nahmen die Adler den Torwart raus und kassierten jeweils nach einem Konter die Gegentore zum 3:5 (Gogulla) und 3:6 (Müller).

Durch die Niederlage in Köln sind die Adler am Freitagabend zum Siegen verdammt. Sollten die Kurpfälzer auch ihr Heimspiel gegen Köln verlieren, dann wäre der Deutsche Meister ausgeschieden und die Haie stünden im Viertelfinale.

Der Playoff-Modus

Zum Auftakt der Playoffs um die 96. deutsche Eishockey-Meisterschaft kämpfen die Adler Mannheim gegen die Kölner Haie und der ERC Ingolstadt gegen die Straubing Tigers um die letzten beiden Viertelfinalplätze. Zwei Siege sind zum Weiterkommen nötig. Red Bull München, die Eisbären Berlin, die Iserlohn Roosters, die Grizzlys Wolfsburg, die Düsseldorfer EG und die Nürnberg Ice Tigers haben sich direkt für die Runde der letzten Acht qualifiziert.

Ab dem Viertelfinale gilt der Modus "best of seven". Wer zuerst vier Spiele gewonnen hat, kommt eine Runde weiter bzw. gewinnt den Titel. Bei Unentschieden nach 60 Minuten wird so lange in 20-Minuten-Abschnitten weitergespielt, bis ein Tor fällt ("sudden death"). Dabei wird anders als in der Vorrunde mit Fünf gegen Fünf gespielt.

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