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Eishockey | Adler Mannheim Eine Saison zum Vergessen

Die Adler Mannheim sind bereits in der Sommerpause. Die deutsche Eishockey-Meisterschaft wird ohne sie ausgespielt. Doch wie geht es nach dem frühen Aus des Titelverteidigers weiter?

Kai Hospelt von den Adlern Mannheim rutscht im Vor-Play-Off gegen die Kölner Haie bäuchlings über das Eis in der Kölner Lanxess-Arena

Auch für Kai Hospelt war die Saison mit den Adlern eine Achterbahn-Fahrt

Die 2:4-Niederlage im dritten und entscheidenden Spiel bei den Kölner Haien war der laute Schlusspunkt einer Eishockey-Saison, die die Adler-Fans am liebsten schnell wieder vergessen möchten. Dabei haben viele Experten den Titelverteidiger auch in dieser Saison als Titelfavoriten gesehen.

Doch die Saison 2015/16 entwickelte sich für die Adler zur Achterbahnfahrt: Auf einen miesen Saisonstart mit sechs Niederlagen in den ersten zehn Spielen folgte eine beeindruckende Siegesserie; von Mitte Oktober bis Ende November sind die Adler 14 Mal angetreten und haben 13 Mal gewonnen. Nur gegen Liga-Primus Eisbären Berlin haben die Adler in diesen sechs Wochen verloren. Dann kam der erneute Absturz und die Entlassung von Trainer Greg Ireland. Daraufhin verpflichtete Geschäftsführer Daniel Hopp den Kanadier Craig Woodcroft.

Auch Woodcroft gelang die Wende nicht

Woodcroft hatte bis Saisonende Zeit, die Adler wieder auf Vordermann zu bringen. Doch auch ihm gelang die Wende nicht. Am Ende stolperten die Mannheimer mit gerade einmal 20 Siegen aus 52 Spielen und 73 Punkten auf Platz 10 in die Vor-Playoffs.

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0:21 min | So, 6.3.2016 | 19:45 Uhr | Landesschau aktuell Baden-Württemberg | SWR Fernsehen BW

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DEL | 52.Spieltag

Eisbären Berlin - Adler Mannheim 4:0

Kersten Eichhorn

Spieler und Fans hofften, dass die Kölner Haie, die ebenfalls eine verkorkste Hauptrunde gespielt haben, der passende Aufbau-Gegner sein würden. Doch schon im ersten Spiel zeigten die Haie, dass die Rechnung offensichtlich ohne den Wirt aufgestellt wurde - am Ende verloren die Adler mit 3:6 Toren.

Charlie Stephens und Dominik Bittner prügeln sich im Pre-Play-Off-Spiel der Adler Mannheim gegen die Kölner Haie

Im zweiten Spiel haben die Adler Mannheim den Kampf gegen die Kölner Haie angenommen

Es spricht für die Moral der Adler, dass sie sich nicht aufgegeben haben und sich im zweiten Spiel noch einmal von ihrer besseren Seite zeigten. Besonders im zweiten Drittel spielten sie sich in einen Rausch und schossen vier Tore innerhalb von zehn Minuten. Mit einem 5:2-Sieg und neuer Hoffnung ging es dann nach Köln - es war das letzte Spiel des Titelverteidigers in dieser Saison. "Es ist heftig, als Meister die Hauptrunde auf dem zehnten Platz abzuschließen und in den Pre-Playoffs auszuscheiden; daran werden wir noch länger zu knabbern haben", sagte Hopp am Montag. Und Manager Teal Fowler bilanzierte: "Wir sind selbst schuld, haben uns den schwierigsten Weg ausgesucht. Das heutige Spiel war ein Spiegelbild der ganzen Saison, wir waren nicht konstant genug."

Die Adler suchen wieder einen neuen Trainer

Der Meister ist also entthront. Und wieder beginnt die Suche nach einem neuen Trainer, der aus den hochbegabten Spielern wieder eine schlagkräftige Mannschaft formt. "Das ist eine Aufgabe, die jetzt auf uns zukommt. Wir sind da an einer schnellen Lösung interessiert", sagte Hopp. In den nächsten Tagen sollen Gespräche mit Spielern und dem Trainerteam folgen. "Seit dem Abgang von Greg Ireland haben sich einige Trainer bei uns gemeldet, wir werden diese lange Liste nun abarbeiten", sagte Manager Teal Fowler, und Hopp ergänzte: "Wir haben uns schon einige Gedanken gemacht."

Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass nun reihenweise Spieler abgesägt werden: "Wir werden an Stellschrauben drehen, machen jedoch keine Schnellschüsse", sagte Hopp.

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