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DFB Pokal | 1:3 gegen Dortmund Gute Leistung reicht nicht zum Sieg

Der VfB Stuttgart ist nach einer 1:3-Niederlage im Viertelfinale des DFB-Pokals gegen Borussia Dortmund ausgeschieden. Doch nicht nur die Spieler machten von sich reden.

Stuttgarts Kevin Großkreutz (li.) im Zweikampf gegen Dortmunds Ilkay Gündogan.

Stuttgarts Kevin Großkreutz (li.) im Zweikampf gegen Dortmunds Ilkay Gündogan.

Bereits nach fünf Minuten wurden die Schwaben vom starken Marco Reus aus ihren Träumen vom Halbfinaleinzug gerissen. Nach einer feinen Kombination über Henrikh Mkhitaryan und Pierre-Emerick Aubameyang ließ Reus seinem früheren Teamkollegen Mitch Langerak aus spitzem Winkel keine Abwehrchance und traf zur Dortmunder Führung.

Nach den heftigen Regenfällen und Sturmböen am Nachmittag taten sich die Stuttgarter auf dem tiefen Rasen in der Anfangsphase zunächst und kamen nicht so recht ins Spiel.

Dortmunder Proteste

Ausgerechnet als nach knapp 20 Minuten einige BVB-Fans ihren Boykott wegen der ihrer Meinung nach zu hohen Eintrittspreise beendeten und den Gästeblock betraten, fiel der Ausgleich zum 1:1. Lukas Rupps Schuss von der Strafraumgrenze fälschte Mkhitaryan unhaltbar für Borussia-Keeper Roman Bürki ab (20. Minute).

Dortmunder Fanproteste

Die Dortmunder Fans protestieren.

Danach musste das Spiel kurz unterbrochen werden, nachdem Gästefans aus Protest zahlreiche Tennisbälle auf das Spielfeld geworfen hatten. Die Dortmunder ließen sich durch den Ausgleich nicht verunsichern und blieben weiter das gefährlichere Team. Nach schönem Steilpass von Reus schoss Aubameyang die Borussia in der 31. Minute aus 16 Metern erneut in Führung.

Ein Spiel auf Augenhöhe

Auch nach dem Wechsel wirkten die Aktionen der Gäste, denen sich nun einige Lücken boten, zielstrebiger. Mats Hummels (51.), Aubameyang (56.), der an Langerak scheiterte, und Reus (67.) hatten gute Chancen, die Führung auszubauen. Stuttgart war bemüht, den Druck zu erhöhen, war jedoch im Abschluss meist zu unpräzise und harmlos. Die beste Möglichkeit bot sich Filip Kostic (77.), dessen Schuss um Zentimeter am BVB-Tor vorbeistrich.

Die Schwaben hielten bis zum Schluss dagegen und kamen zu Chancen, kassierten dann aber das entscheidende Tor durch Mkhitaryan, der ein Zuspiel von Aubameyang zum 3:1-Endstand einschob. Dortmund steht somit im Halbfinale des DFB-Pokals. Die Stuttgarter haben dennoch ihre gute Form bestätigt und können mit ihrer Leistung zufrieden sein.


Enttäuscht aber zufrieden mit der Leistung

"Es ist sehr bitter, weil wir kein schlechtes Spiel gemacht haben. Wir haben in der ersten Halbzeit dumme Fehler gemacht. Die werden von so einer Mannschaft eiskalt bestraft, deswegen haben wir verloren. Es war sehr schön, die alten Kollegen mal wiederzusehen", meinte Winterneuzugang Kevin Großkreutz.

Auch VfB-Trainer Jürgen Kramny war mit seiner Mannschaft zufrieden: "In der zweiten Halbzeit haben wir einen großen Kampf abgeliefert und es offengehalten. Wir waren nah dran heute. Gegen Borussia Dortmund zu gewinnen, ist nicht einfach, aber gegen Dortmund zu verlieren, das ist nicht unnormal. Wir wären heute gerne im Pokalviertelfinale weitergekommen, aber am Samstag werden wir in der Bundesliga gegen Hertha wieder aufstehen."

VfB Stuttgart gegen Borussia Dortmund in der Zusammenfassung


VfB Stuttgart - Borussia Dortmund 1:3 (1:2)

Stuttgart: Langerak - Großkreutz, Sunjic, Niedermeier, Insua - Serey Die (68. Harnik) - Rupp, Didavi, Gentner, Kostic - Kravets

Dortmund: Bürki - Piszczek, Sokratis, Hummels, Schmelzer - Ginter, Durm - Mkhitaryan, Gündogan (87. Kagawa) - Reus (77. Leitner), Aubameyang

Schiedsrichter: Stieler (Hamburg)

Tore: 0:1 Reus (5.), 1:1 Rupp (21.), 1:2 Aubameyang (31.), 1:3 Mchitarjan (89.)

Zuschauer: 46.500

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