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Bundesliga | SC Freiburg Die große Harmonie im Sportclub-Sturm

Jobsharing gehört im Sturm des SC Freiburg dazu. Trainer Christian Streich rotiert bei seinen Angreifern regelmäßig durch. Doch die wollen sich im Trainingslager für mehr gemeinsame Einsätze empfehlen.

SC Freiburg Niederlechner Petersen

Können sich die Freiburger Top-Stürmer Nils Petersen (l.) und Florian Niederlechner im Trainingslager auch für gemeinsame Einsätze empfehlen?

Der Teamgeist beim SC Freiburg leidet auch beim Golfen nicht. Florian Niederlechner und Marc-Oliver Kempf mussten als Verlierer den Heimweg ins Hotel am freien Nachmittag zwar zu Fuß antreten - aber die Stimmung beim Tabellenachten der Fußball-Bundesliga im spanischen Sotogrande ist hervorragend. "Die Bedingungen sind super und das Wetter ist überragend", berichtete Niederlechner.

Selbst die Sorgen um Amir Abrashi erwiesen sich als unbegründet. Beim 3:1 im Testspiel gegen den FC Vaduz war der Mittelfeldspieler gefoult und deswegen ausgewechselt worden. Doch nach der frühzeitigen Heimreise und einer Untersuchung in Freiburg gab der Sportclub Entwarnung. "Die Untersuchungen bei Amir Abrashi haben ergeben, dass er keine Verletzung am Sprunggelenk hat. Amir trainiert nächste Woche wieder", teilten die Breisgauer mit.

"Wir können auch zusammen"

Wie mit dem Spaziergang zum Hotel kann Niederlechner auch mit seiner Rolle im Sturm des SC gut leben. Hinter Maximilian Philipp kommt er noch vor Nils Petersen auf die meisten Startelfeinsätze. Im Test gegen Vaduz schoss der 26-Jährige nun selbst einen Treffer und bereitete den zweiten von Petersen vor. "Wir wissen, dass wir zusammen spielen können", sagte Niederlechner. Wie Petersen kritisiert er die Entscheidungen von Christian Streich nicht, sondern freut sich vor allem darüber, "dass der Trainer immer hinter mir gestanden und mich oft spielen lassen hat".

Am Anfang der Saison zahlte sich das für Niederlechner noch nicht in Tore aus. Inzwischen hat er fünf auf dem Konto, genauso viele wie Petersen und Philipp. Im Wintertrainingslager vor einem Jahr gehörte Niederlechner dem Team noch gar nicht an. Er wurde erst Ende Januar vom FSV Mainz 05 ausgeliehen. "Ich habe mich hier schon länger komplett eingelebt", erklärte der gebürtige Bayer.

Niederlechner will bleiben

Niederlechner hofft deshalb, dass die Freiburger im Sommer die ausgehandelte Kaufoption für geschätzte 1,5 Millionen Euro ziehen werden. Zunächst freut er sich aber auf das letzte Hinrundenspiel gegen Bayern München am 20. Januar und auf die Rückrunde, für die der SC mit 23 Punkten schon ein gutes Polster gesammelt hat. Das Ziel Klassenerhalt scheint mehr als realistisch.

Zuvor warten im Trainingslager noch zwei Testspiele an einem Tag. In Sotogrande heißt der Gegner am Donnerstag Sparta Prag (14 Uhr), danach in La Linea FC Brügge (18 Uhr). Streich will möglichst allen im Kader 90 Minuten Spielpraxis geben, "damit sie sich zeigen können". Auch Niederlechner freut sich über diese Chance.

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