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Biathlon | WM Oslo Männer Staffel holt Silber in Norwegen

Die deutsche Männer-Staffel holte bei der Biathlon WM in Oslo einen beachtlichen zweiten Rang. Simon Schempp war ein starker Schlussläufer.

Simon Schempp aus Uhingen mit einem fast fehlerlosen Job. Er brauchte nur einen Nachlader.

Simon Schempp schoss bei der Biathlon-WM nahezu fehlerlos, musste nur einmal nachladen. Mit der Männer-Staffel holte er Silber.

Mit vereinten Kräften sind die deutschen Biathleten bei der WM in Oslo zu Staffel-Silber gestürmt. Der Titelverteidiger musste sich nach 4x7,5 Kilometern und insgesamt fünf Nachladern nur Gastgeber Norwegen geschlagen geben, Bronze ging überraschend an das Quartett aus Kanada.

Für die deutschen Männer war es am Holmenkollen die erste Medaille. "Ich habe am Ende nochmal versucht aufzuschließen. Aber zweiter Platz, Vizeweltmeister - wir freuen uns sehr", sagte ein glücklicher Simon Schempp. Staffel-Kollege Arnd Peiffer ergänzte: "Das Ergebnis ist klasse. Simon hat es am Ende super gemacht, wir freuen uns über diese Medaille." Auch Erik Lesser war mit dem Ergebnis zufrieden: "Wir sind superhappy und haben wieder ein unglaubliches Spektakel geboten. Die Norweger sind die Stärksten in der Loipe, gegen die kann man auch mal verlieren."

Motivation für Schempp

Vor allem bei Schempp könnte das Erfolgserlebnis im Team noch einmal Kräfte für den freisetzen. Nach den schwachen Auftritten in den bisherigen Einzelrennen ist der Sonntag für Deutschlands Vorzeigeläufer bei den Titelkämpfen am Holmenkollen die letzte Chance auf die erste Einzelmedaille seiner Karriere. Im Team-Wettkampf am vorletzten WM-Tag schöpfte Schempp jedenfalls Mut. Der Uhinger benötigte nur einen Nachlader.

Doll hält dem Druck Stand

Zuvor war schon auf Startläufer-Lesser wie so oft Verlass gewesen. Der Thüringer gab beim Schießen das Tempo vor und überzeugte auch in der Loipe mit einem guten Auftritt. Er schickte Doll nach seiner fehlerfreien Vorstellung mit 7,2 Sekunden Vorsprung als Führenden auf die Strecke. Und Doll hielt dem Druck trotz offensichtlich leichter Materialprobleme stand. Zwar musste er zweimal nachladen, doch auf der Schlussrunde mobilisierte er die allerletzten Kraftreserven - damit waren die DSV-Skijäger schon zur Halbzeit auf Medaillenkurs.

Edelmetall schon vor dem Ende sicher

An Position drei musste Peiffer Norwegen und Kanada nach dem ersten Schießen und einem Nachlader ziehen lassen. Beim zweiten Anschlag überholte der frühere Sprint-Weltmeister aus Clausthal-Zellerfeld aber den Kanadier Scott Gow wieder.

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