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2. Bundesliga Kaiserslautern verschenkt Sieg gegen Berlin

Zu früh gejubelt! Der 1. FC Kaiserlautern konnte zum Start ins Zweitligajahr 2016 einen 2:0-Vorsprung nicht ins Ziel retten. Wood traf kurz vor Schluss zum 2:2-Endstand.

Antonio Colak (r.) im Kopfballduell mit Toni Leistner

Antonio Colak (r.) und der FCK wurden für eine passive Schlussphase bestraft

Beim 1. FC Kaiserslautern stand der isländische Neuzugang Jon Dadi Bödvarsson in der Startelf, er sollte gemeinsam mit Kacper Przybylko für Torgefahr sorgen. Allerdings musste FCK-Trainer Konrad Fünfstück auch einen Ausfall verkraften, Chris Löwe konnte aufgrund eines Infekts nicht spielen und wurde durch Marcel Gaus ersetzt.

In der Anfangsphase überzeugten beide Teams mit kämpferischem Einsatz, spielerisch lief jedoch nicht viel zusammen. Ein Luftloch von Union-Keeper Busk nach einem Rückpass war der einziger Hingucker in den ersten zehn Minuten.

Jenssen trifft - aus Abseitsposition

Torszenen blieben lange Mangelware, bis zur 34. Minute. Jean Zimmer flankte auf Ruben Jenssen, der aus kurzer Distanz per Kopf zum 1:0 traf. Beim Zuspiel von Zimmer stand Jenssen mit dem linken Bein im Abseits, das Gespann um Schiedsrichter Martin Petersen aus Stuttgart gab den Treffer dennoch.

Ruben Jenssen (l.) und Jean Zimmer (m.) bejubeln ein Tor des 1. FC Kaiserslautern

Jean Zimmer (m.) und Ruben Jenssen (l.) bejubeln den Führungstreffer gegen Berlin

Fünf Minuten vor der Pause der zweite Streich der Pfälzer. Im Anschluss an eine Berliner Ecke sprintete Zimmer mit dem ball am Fuß fast über den gesamten Platz und bediente am Unioner Strafraum Marcel Gaus, der flach zum 2:0-Pausenstand einnetzte.

Gaus an die Latte

Union Berlin agierte viel zu harmlos, dagegen hatten die Roten Teufel kurz nach dem Seitenwechsel die Riesenchance auf das 3:0. Halfar passte zu Gaus, der nur die Unterkante der Latte aber nicht ins Tor traf. Eine Viertelstunde vor dem Ende schaffte Union dann den überraschenden Anschluss. Der Ex-Lauterer Fabian Schönheim verwandelte eine Ecke per Kopf zum 1:2 aus Sicht der Gäste.

Ausgleich durch Wood

Doch damit nicht genug. Bei Kaiserslautern lief danach kaum mehr etwas zusammen. Die Quittung folgte in der 86. Minute: Bobby Wood setzte sich im Strafraum gegen die halbe FCK-Abwehr durch und traf aus spitzem Winkel ins kurze Eck. Es war der 2:2-Endstand, bei dem FCK-Keeper Marius Müller alles andere als gut aussah.

Kaiserlautern verschenkte gegen Union Berlin nach einer Zwei-Tore-Führung den sicher geglaubten Sieg und muss sich mit einem Zähler begnügen.

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