Der Karlsruher SC hat auch seine vierte Partie nach der Winterpause verloren. Gegen den FC Energie Cottbus verloren die Badener ihr wegweisendes Heimspiel gegen den Tabellennachbarn aus der Lausitz mit 0:2 (0:0). Der Blick der KSC-Profis geht nun in Richtung Tabellenkeller.
Die Karlsruher Profis waren in der ersten Halbzeit zunächst die bessere, weil aktivere Mannschaft. Bereits in der 18. Minute hatten die Badener eine Doppelchance durch Serhat Akin und Gaetan Krebs, eine Viertelstunde später vergab Stürmer Macauley Chrisantus eine weitere Möglichkeit - der Cottbuser Torwart Gerhard Tremmel parierte hervorragend gegen den Schuss aus kurzer Entfernung. Fußball gespielt wurde aber nur bis zur 38. Spielminute, dann sorgten sogenannte Fans für reichlich Unruhe im Wildparkstadion.
Nachdem aus dem Fanblock des Karlsruher SC vor einem Eckball mehrere Schneebälle auf den Cottbuser Jiayi Shao geworfen worden waren, unterbrach Schiedsrichter Christian Fischer die Partie für knapp zehn Minuten, drohte im Fall von weiteren Schneeballwürfen sogar mit einem Spielabbruch. Die beiden Teams gingen in ihre Kabinen, und auch KSC-Präsident Paul Metzger versuchte, in der KSC-Kurve für Beruhigung zu sorgen. "Die Vorfälle sind äußerst bedauerlich. Und wenn ich in die Gesichter einiger Fans schaue, bin ich auch manchmal etwas ratlos", sagte der Sportliche Leiter des Karlsruher SC, Arnold Trentl. Metzger hatte für die Schneebälle werfenden Anhänger schlichtweg "kein Verständnis".
Unbeeindruckt von der unfreiwilligen Auszeit setzte der KSC nach Wiederbeginn seine viel versprechenden offensiven Aktionen fort. Und hatte nach 45 Minuten eine weitere Großchance durch Anton Fink, dessen Linksschuss aber nur an die Latte ging. In der Nachspielzeit vor der Pause kam Energie Cottbus erstmals gefährlich vor das Karlsruher Tor - Emil Jula schoss an den rechten Pfosten. In der zweiten Halbzeit präsentierte sie die Gästemannschaft überaus effizient und entschied die Partie nach Toren von Nils Petersen (0:1, 57.) und Jula (0:2, 74.) für sich.
Bei dem Führungstreffer hatte Petersen Glück, dass sein Schuss nach glänzender Vorarbeit von Jula über rechts vom Pfosten ins Tor sprang; beim 0:2 nach einem Eckball war die Karlsruher Verteidigung beim Kopfball von Jula nicht richtig geordnet. Ein glücklicher Sieg für Cottbus in einem insgesamt schwachen Spiel.
| Karlsruher SC - FC Energie Cottbus 2:0 (0:0) | ||
Karlsruher SC: Miller - Staffeldt, Sebastian Langkamp, Matip, Demirtas (78. Tarvajärvi) - Matthias Zimmermann, Aduobe - Akin (21. Fink), Stindl, Krebs (68. Blum) - Chrisantus Energie Cottbus: Tremmel - Straith, Burca, Brzenska, Dum - Rivic (87. Miatke), Kruska, Shao (75. Kurth), Angelow - Petersen (69. Kweuke), Jula Schiedsrichter: Fischer (Hemer) Tore: 0:1 Petersen (57.), 0:2 Jula (74.) Zuschauer: 13.672 |
Letzte Änderung am: 13.02.2010, 13.36 Uhr