Joachim Löw hat am 3. Februar 2010 seien 50. Geburtstag gefeiert. Seine Anfänge als Spieler verliefen allerdings nur wenig erfolgreich. So kam er in seiner aktiven Karriere nie über Süddeutschland und die Schweiz hinaus. Sein größter Erfolg blieb denn auch der Titel des Zweitliga-Rekordtorschützen beim SC Freiburg. In der Bundesliga war er beim VfB Stuttgart, Eintracht Frankfurt und dem Karlsruher SC aktiv, schaffte dabei allerdings nie wirklich den Durchbruch. Hier kämpft er gegen den Thorsten Schlumberger von Blau-Weiß Berlin (1989).
Hier erzielt Löw (r.) in seiner Zeit bei Eintracht Frankfurt (1981) mit einem Kopfball das 1:0 gegen den FC Bayern München.
Auch beim VfB Stuttgart versuchte Löw, damals noch mit einem schicken Schnurrbart, sein Glück. Hier stellt er sich 1980 den Fotografen.
Auch als Trainer musste Löw lange auf seinen Durchbruch warten. 1995 wurde er Co-Trainer beim VfB, ein Jahr später rückte Löw dann zum Cheftrainer auf. In seiner Zeit beim VfB sorgte das sogenannte "Magische Dreieck" um Krassimir Balakov, Giovane Elber und Fredi Bobic mit attraktivem Angriffsfußball für Furore. Hier im Bild Löw zusammen mit dem damaligen VfB-Präsidenten Gerhard Mayer-Vorfelder.
1997 feierte Löw seinen größten Erfolg als Vereinstrainer und gewann mit dem VfB den DFB-Pokal.
Nach seiner Zeit in Deutschland folgten Engagements in der Türkei bei Fenerbahçe Istanbul und Adanaspor, die beide nur von kurzer Dauer und von wenig Erfolg gekrönt waren. Tiefpunkt von Löws Trainerkarriere war jedoch seine Zeit beim damaligen Zeitligisten Karlsruher SC, den er im Jahr 2000 nach nur einem Sieg in 18 Spielen wieder verlassen musste. Erfolgreicher war Löw beim FC Tirol Innsbruck, den er 2002 zur österreichischen Meisterschaft führte und bei Austria Wien, wo er allerdings nach Differenzen mit dem Präsidium 2004 beurlaubt wurde, obwohl Austria Tabellenführer war.
Eigentlich war Löw "nur" als Assistent von Jürgen Klinsmann 2004 zur Erneuerung und Neuausrichtung der Nationalmannschaft angetreten, zeigte aber spätestens im Verlauf des "Sommermärchens", was in ihm steckt. So war Löws Beförderung nach Klinsmanns Abschied nur folgerichtig. Seit 2006 führt er das deutsche Team, errang in dieser Zeit bei der Europameisterschaft 2008 den zweiten Platz und schaffte in der WM-Qualifikation für das Turnier in Südafrika Platz eins.
Das große Karriereziel im Blick: der WM-Pokal. Löw wäre der erste Nationaltrainer, der einen großen Titel gewinnt, und nicht zuvor selbst Nationalspieler war.
Joachim Löw und sein großer Unterstützer: DFB-Präsident Theo Zwanziger (r.). Zwanziger ist untrennbar mit der Erfolgsgeschichte Löws als Nationaltrainer verbunden. Die Zusammenarbeit soll auch nach der Weltmeisterschaft weitergehen, eine Vertragsverlängerung Löws ist wohl nur noch Formsache.