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Der 1. FC Kaiserslautern hat es verpasst, sich Luft im Abstiegskampf zu verschaffen. Die Pfälzer holten am Samstag in einem emotionalen Kellerduell beim FC Augsburg ein 2:2 (1:1). Florian Dick traf gleich zweimal für die Pfälzer.
Erstmals bei den Pfälzern im Einsatz war U21-Nationalstürmer Sandro Wagner, der Ende der vergangenen Woche von Werder Bremen kam. Doch für ihn und sein Team begann das Spiel denkbar schlecht: Nach fünf Minuten hämmerte Marcel de Jong die Kugel nach einem indirekten Freistoß aus 22 Metern zum 1:0 in die Maschen. Die Abwehrmauer des FCK hatte sich zu früh aufgelöst und dadurch die Lücke für den Schützen geöffnet.
In einem kampfbetonten Spiel waren zunächst die Gastgeber die spielbestimmende Mannschaft. Die "Roten Teufel" machten in der Defensive gerade bei Standards nicht den sichersten Eindruck. Aber auch im Spiel nach vorne haperte es beiden Gästen. Bis Mitte der Halbzeit hatte die schwächste Offensive der Liga keine einzige Torchance zu verzeichnen.
Doch dann brachte Alexander Bugera einen Freistoß an den langen Pfosten, wo Jan Simunek zunächst mit einem Kopfball an FC-Keeper Simon Jentzsch scheiterte. Der Abpraller landete auf dem Kopf von Verteidiger Florian Dick, der die Kugel aus drei Metern zum 1:1-Ausgleich über die Linie bugsierte (25.).
Jetzt hatten die Pfälzer Oberwasser. Drei Minuten nach seinem Treffer zirkelte Dick einen Freistoß auf das Augsburger Tor und zwang Jentzsch zu einer Glanzparade. Der FCK übernahm jetzt das Kommando auf dem Platz und drängte die Gastgeber immer wieder in die Defensive. Doch die größte Chance vor dem Halbzeitpfiff vergab FC-Torjäger Sascha Mölders, der zehn Meter vor dem Lauterer Tor frei zum Schuss kam, aber deutlich verzog.
Die Pfälzer beherrschten auch zu Beginn des zweiten Abschnitts das Spielgeschehen. Erneut profitierte die Kurz-Elf von einer Standardsituation: Nach einem Freistoß von Christian Tiffert kam Fortounis am langen Pfosten an den Ball, legte parallel zur Torlinie quer auf Dick, der die Kugel mühelos aus kurzer Distanz zum 2:1 verwandelte (48.).
Dann wurde es zunehmend hektisch: In der 55. Minute schickte Schiedsrichter Manuel Gräfe Lauterns Trainer Marco Kurz auf die Tribüne. Der FCK hatte mehrfach die Chance, die Partie für sich zu entscheiden: Jentzsch entschärfte einen Freistoß von Bugera, dann traf Olcay Sahan aus gut 20 Metern nur die Latte.
Aber auch die Gastgeber hatten die Chance zum Ausgleich: Mölders kam am Elfmeterpunkt an einen Abpraller von FCK-Keeper Kevin Trapp heran, brachte dann aber das Kunststück fertig, das Leder über das leere Tor zu heben (63.). In der 65. Minute brachte Augsburgs Trainer Jos Luhukay für Molders Stephan Hain in die Partie. 20 Sekunden nach seiner Einwechslung durfte der FC-Stürmer jubeln: Nach einer Kombination über Daniel Brinkmann und Hajime Hosogai versenkte der FC-Stürmer die Kugel mit einem Flachschuss im Lauterer Tor zum 2:2.
In der spannenden Schlussphase scheiterte Wagner mit einem Kopfball an Jentzsch, in der Nachspielzeit verweigerte Schiedsrichter Manuel Gräfe dem FCK einen Strafstoß. Brinkmann hatte Nicolai Jörgensen im Strafraum von den Beinen geholt. So blieb es beim 2:2. Die Pfälzer hätten sich aufgrund der besseren Chancen und der größeren Spielanteile einen Sieg beim Aufsteiger verdient gehabt.
| FC Augsburg - 1. FC Kaiserslautern 2:2 (1:1) |
Augsburg: Jentzsch - Verhaegh, Callsen-Bracker, Sebastian Langkamp, De Jong - Hosogai, Brinkmann - Baier, Oehrl, Werner (77. Ndjeng) - Mölders (65. Hain) Kaiserslautern: Trapp - Dick, Simunek, Rodnei, Bugera - Tiffert, Kirch (70. Petsos) - Sahan, Fortounis (85. Jörgensen) - Wagner, Swierczok (74. Sukuta-Pasu) Schiedsrichter: Gräfe (Berlin) Tore: 1:0 De Jong (5.), 1:1 Dick (25.), 1:2 Dick (48.), 2:2 Hain (66.) Zuschauer: 30.028 |
Letzte Änderung am: 28.01.2012, 17.41 Uhr