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1899 Hoffenheim hat die Negativserie gestoppt und nach vier Niederlagen in Serie und sieben Spielen ohne Sieg wieder drei Punkte eingefahren. Die Kraichgauer gewannen gegen Hannover 96 verdient mit 2:1 (2:0).
"Wir schießen sicher mindestens ein Tor", hatte Ralf Rangnick vor dem Spiel gegen seinen ehemaligen Verein und das Team seines Freundes Mirko Slomka angekündigt. Und der 1899-Trainer sollte Recht behalten. Denn Carlos Eduardo in der 35. und Sejad Salihovic per Foulelfmeter in der 40. Minute beendeten die Torflaute der Kraichgauer. Hannovers Neuzugang Arouna Koné erzielte in der 57. Minute den Anschlusstreffer.
Nach dem Spiel sagte der Trainer: "Man hat gespürt, dass beide Mannschaften eine ganze Weile nicht gewonnen haben. Es war ein Spiel mit vielen Fehlern und ohne die letzte Überzeugung. Nach dem 1:0, das für uns eine Erlösung war, hat meine Mannschaft gezeigt, was sie spielen kann. Nach dem 2:0 haben wir es versäumt, das dritte Tor zu machen und uns so die nervenaufreibende Schlussphase zu ersparen." Allerdings musste 1899 den Sieg teuer bezahlen. Andreas Beck und Chinedu Obasi mussten verletzt ausgewechselt werden und fallen mehrere Wochen aus.
Gegen tief stehende 96er taten sich die Hoffenheimer, bei denen Abwehrchef Josip Simunic, Obasi sowie der Brasilianer Maicosuel ins Team zurückkehrten, von Beginn an schwer. Zwar kontrollierten die Hausherren nach einer kurzen Abtastphase die Partie weitestgehend, das Tor von Florian Fromlowitz brachten sie aber nicht in Gefahr. Auf der anderen Seite wirbelte Koné Hoffenheims Defensive immer wieder durcheinander.
Die erste große Torchance hatte dann aber die TSG. Vedad Ibisevic wurde von der linken Seite mustergültig bedient, setzte den Kopfball jedoch freistehend neben das Tor. Hoffenheim störte früh, machte die Räume eng und setzte Hannover schon in der eigenen Hälfte unter Druck, doch Ballverluste und Fehlpässe ließen 96 immer wieder gefährlich werden. So zielte Jiri Staijner knapp am Tor vorbei, bei einem Freistoß von Leon Andreasen musste Timo Hildebrand sein ganzes Können aufbieten, um einen Rückstand zu verhindern.
In der 35. Minute schlugen dann aber die Hausherren zu. Obasi setzte sich im Strafraum gegen Andreasen durch, legte schön zurück auf Carlos Eduardo, und der Brasilianer markierte per Flachschuss das 1:0. Es war der erste Bundesligatreffer für 1899 im Jahr 2010. Jetzt war der Bann gebrochen. Nur zwei Minuten später foulte Christian Schulz Carlos Eduardo im Strafraum, Salihovic schnappte sich den Ball und verwandelte den Strafstoß sicher zum 2:0-Halbzeitstand.
Nach dem Pausentee drängte 1899 auf die Vorentscheidung. Doch Ibisevic vergab zwei Riesenchancen. Stattdessen konterte Hannover im Gegenzug, Elson bediente Koné, der mit dem ersten richtigen Torschuss von Hannover den Ball unhaltbar zum 2:1 ins lange Eck versenkte (57.). Hoffenheim war anzumerken, dass sie sich den ersten Sieg des Jahres nicht nehmen lassen wollten, die Fans in der Rhein-Neckar-Arena sahen ab der 60. Minute Einbahnstraßen-Fußball auf Hannovers Tor. Dabei stand immer wieder Ibisevic im Blickpunkt, doch dem seit über zehn Stunden torlosen Stürmer wollte einfach kein Treffer gelingen. Hannover versuchte am Ende noch einmal alles, den Ausgleich zu erzielen, doch es blieb beim hochverdienten Sieg der Hoffenheimer.
| 1899 Hoffenheim - Hannover 96 2:1 (2:0) |
Hoffenheim: Hildebrand - Beck (75. Vorsah), Simunic, Compper (80. Nilsson), Ibertsberger - Carlos Eduardo, Luiz Gustavo, Salihovic - Obasi (70. Vukcevic), Ibisevic, Maicosuel Hannover: Fromlowitz - Chahed, Haggui, Eggimann, Rausch (46. Ghasemi-Nobakht) - Andreasen (78. Hanke), Schulz, Stajner - Rosenthal (46. Pinto), Elson - Koné Schiedsrichter: Fleischer (Sigmertshausen) Tore: 1:0 Carlos Eduardo (35.), 2:0 Salihovic (40., Foulelfmeter), 2:1 Koné (57.) Zuschauer: 28.100 |
Letzte Änderung am: 07.02.2010, 16.49 Uhr