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Fußball/Champions LeagueVfB Stuttgart in Sevilla unter Zugzwang

Erfolg oder Endstation: Bundesligist VfB Stuttgart muss heute (20.45 Uhr) beim FC Sevilla punkten, um weiter eine Chance auf das Achtelfinale der Champions League zu haben. Dabei muss VfB-Teamchef Markus Babbel allerdings auf mehrere Spieler verzichten.

Mit Cacau und Ciprian Marica fallen zwei der vier Stuttgarter Stürmer aus, Sami Khedira fehlt im Mittelfeld, und Christian Träsch sowie Ricardo Osorio müssen ebenfalls verletzungsbedingt passen. Babbel könnte sich daher für die Variante mit Pawel Pogrebnjak als einziger echter Spitze entscheiden, Julian Schieber würde dann neben Alexander Hleb und Roberto Hilbert ins Mittelfeld rücken. In der Abwehr wird wohl Khalid Boulahrouz den Platz von Osorio einnehmen und auf der rechten Seite verteidigen. Babbel nannte den Niederländer eine "echte Alternative" für diese Position.

Hoffnung auf den Aufwärtstrend

Angesichts der Personalnot und des bislang enttäuschenden Saisonverlaufs sind die Erwartungen der Schwaben dann auch nicht sehr hoch: VfB-Manager Horst Heldt äußerte zwar die Hoffnung, "dass uns der leichte Aufwärtstrend nach dem 0:0 gegen den FC Bayern genügend Kraft und Selbstvertrauen gibt. Es wäre schön, wenn wir in Sevilla punkten könnten." Doch ein Remis oder gar ein Sieg gegen die in allen drei Gruppenspielen siegreichen Südspanier wäre trotz der starken Leistung im Hinspiel eine Überraschung. "Wir dürfen nicht vergessen, dass dieser Gegner ein europäisches Spitzenteam ist", betonte Heldt.

Auch Spielmacher Hleb, der selbst bislang weit unter den Erwartungen spielte, meinte: "Wir haben noch Luft nach oben. Es fehlt schon noch viel."

Babbel verlangt Leidenschaft

Babbel verlangt von seinem Team, dass es die missliche personelle Situation mit Leidenschaft wettmacht. "Ich erwarte eine Top-Einstellung von meinen Spielern", sagte der 37-Jährige. Dass Sevilla wegen der entspannten Lage mit neun Punkten aus drei Spielen nicht gerade zum Siegen gezwungen ist, sieht Babbel zudem als Vorteil an, "aber wir wollen uns nicht darauf verlassen, dass sie nachlassen". Besser wäre es, der VfB tut selbst etwas für den angestrebten Punktgewinn. Zum Beispiel Hleb. Der versprach nun: "Mein Tor kommt" - fügte aber an: "Ich weiß nur nicht wann."

Selbstbewusste Spanier

Weniger Selbstzweifel hegen da die Südspanier. Trainer Manuel Jimenez forderte von seiner Mannschaft, im Estadio Sanchez Pizjuan "das Ticket für das Achtelfinale mit einem Sieg gegen Stuttgart zu lösen". Kapitän Andres Palop kehrt beim zweimaligen UEFA-Cup-Sieger zwischen die Pfosten zurück, noch leicht angeschlagen sind aber die beiden Top-Stürmer Luis Fabiano und Frederic Kanoute.

Letzte Änderung am: 03.11.2009, 15.47 Uhr

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