Bitte warten...

Sport extra - Sendungen

Logo Sport Extra

Sonntag, 17. Juli 2016

Sport extra: Matthias Behr -
Träume und Trauma eines Florettfechters

22:30 - 23:00 Uhr | Mit 61 blickt er zurück auf sein Leben. Viel Licht, viel Schatten. Weltmeister ist Matthias Behr, auch bei Olympia holt er Gold. 1982 ereignet sich bei der Fecht-WM in Rom jedoch ein Unfall, der sein Leben entscheidend beeinflusst. Seine Klinge bricht, dringt durch die Maske seines russischen Gegners und verletzt Wladimir Smirnow tödlich. Eine Szene, die Behr zeitlebens verfolgt. "Noch heute zermartere ich mir immer wieder den Kopf: Wäre ich damals bloß nicht so ehrgeizig gewesen, hätte ich doch nicht mitgemacht bei der WM, dann wäre das alles nicht passiert."
Behr leidet jahrelang an Depressionen und Schuldgefühlen, denkt immer wieder an Selbstmord: "Obwohl mir von der ersten Sekunde an klar war, nachdem ich wieder klar denken konnte, dass man für so einen Unfall überhaupt nichts kann."
Lange gilt der Olympiasieger von 1976 und dreimalige Weltmeister als Kronprinz des Fecht-Allmächtigen Emil Beck. Der einstige Leiter des Fechtzentrums Tauberbischofsheim und Cheftrainer der Nationalmannschaft will Behr zu seinem Nachfolger aufbauen, ehe es im Juli 1999 zum Zerwürfnis kommt. In seiner Autobiographie, die nur in begrenzter Auflage erschienen ist, spricht er im Zusammenhang mit Beck von "Mobbing und Psychokrieg". Auch darunter leidet Behr.
Ehefrau Zita, ebenfalls Fecht-Olympiasiegerin, und seine Kinder helfen, ebenso wie der Glaube. Behr ist Katholik. In der Dokumentation von Michael Dittrich spricht er über den tragischen Unfall und die Folgen, über Licht und Schatten seines Lebens.weniger
Mit 61 blickt er zurück auf sein Leben. Viel Licht, viel Schatten. Weltmeister ist Matthias Behr, auch bei Olympia holt er Gold. 1982 ereignet ...mehr

Sport extra - Über uns

Aktuell im SWR