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Donnerstag, 11. Dezember 2014

Aus Markus wird Christin - wenn man im falschen
Körper geboren ist

Reportage von Nicole Florié und Martina Treuter

0:15 - 0:44 Uhr | "Ich habe mich schon immer als Frau gefühlt", sagt Markus W. An seinem 47. Geburtstag schreibt der Elektriker einen Brief an seine Kunden. Künftig werde Christin W. zu ihnen kommen, nicht mehr Markus. Ab sofort trägt der 1,80 m große Handwerker eine blonde Langhaarperücke, nimmt weibliche Hormone und schminkt sich. Aber der selbständige Elektriker hat eine große Sorge: Werden seine Kunden seine Verwandlung in eine Frau akzeptieren?
Markus alias Christin hat herbe Züge, sehr große Hände und liebt alles, was weiblich macht: schwingende Röcke, schöne Unterwäsche, mondäne Abendkleider. Diese Leidenschaft teilt er mit seiner Frau, denn Markus ist seit 23 Jahren mit Petra verheiratet. Petra ist also Frau W., aber ihr Mann heißt jetzt auch Frau W. Man fragt sich, welche Beziehung haben die beiden tatsächlich und: Wie kann man als Ehefrau damit leben, dass der eigene Mann zur Frau wird? Wie groß ist sein, wie groß ihr Leidensdruck? Wie fühlt sich jemand, der sagt, er sei im falschen Körper zur Welt gekommen. Er nimmt Hormone unter ärztlicher Aufsicht, trainiert bei einer Logopädin seine Stimme, um weiblicher zu klingen und lässt sich die Haare entfernen, damit der Bart nicht so eklig durch das Make Up stachelt. Durch die Hormone wachsen kleine Brüstchen, darüber freut sich Markus wie ein Kind. Bald will er sich einen BH kaufen. Gleichzeitig schwindet die männliche Muskulatur langsam dahin und er bekommt einen neuen Pass: Offiziell heißt Markus jetzt Christin und sie bereitet sich auf den nächsten großen Schritt vor: Die geschlechtsangleichende Operation, die sie endgültig zur Frau machen soll. Angst davor hat sie nicht, das beteuert sie. Ein Rieseneingriff, aber Christin kann es kaum erwarten.
Über zwei Jahre begleiten die SWR-Autorinnen Nicole Florié und Martina Treuter den Mann, der zur Frau werden will. Sie erleben Höhepunkte aber auch Rückschläge und gehen mit Christin die ersten Schritte in ihrem neuen Leben als Frau.weniger
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Schlaglicht - Über uns

"Schlaglicht - Die Reportage"

Erzählt werden Geschichten mit beobachtender, teilnehmender Kamera, die in Deutschland spielen oder außerhalb Deutschlands von deutschen Protagonisten getragen werden. Die Blickrichtung der "Schlaglicht"-Redaktion macht dabei an den Grenzen des SWR-Sendegebietes nicht halt. Unsere Reporter sind bundesweit unterwegs.

Thematisch umfasst "Schlaglicht" ein weites Spektrum: Alltagsbeobachtungen, aber auch die Präsentation spektakulärer Ereignisse; Ungewöhnliches und Kurioses aus der Erlebniswelt der prospektierten Zuschauer gleichermaßen wie der Blick hinter die Kulissen scheinbar bekannter Zusammenhänge.

Die Filme wollen mit bunten Themen unterhalten, auf unangestrengte Weise informieren oder auch als gesellschaftspolitisch relevante Sozialreportagen aufrütteln, in jedem Falle aber: berühren.

"Schlaglicht"-Reportagen sind formal identisch konfektioniert wie die des Sendeplatzes "Reportage im Ersten" (vierzehntägig, Samstag, 16.30 Uhr im Ersten), auf dem regelmäßig "Schlaglicht"-Produktionen erstabgespielt werden.

Die "Schlaglicht"-Zentrale, die auch die Reihe "Leben live" betreut, ist am SWR-Standort Mainz in der Chefredaktion Fernsehen beheimatet. Verantwortlich zeichnet Jürgen Flettner.

Sendezeiten

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Mittwochs
21.00 Uhr
SWR Fernsehen

Wiederholungen

Donnerstags
05.45 Uhr
SWR Fernsehen

nächste Sendung: 3sat
11.12.2014 | 0:15 Uhr

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