Eine Reportage von Ashwin Raman
Sendung vom Mittwoch, 11.1. | 22.00 Uhr | SWR Fernsehen

Nicht nur für Freunde und Angehörige dieser Männer und Frauen ist dies ein besonderes Datum, denn die Soldaten bildeten die letzte Kampfeinheit der Amerikaner im Irak. Wenn man so will, geht an diesem Tag in einer Wiesbadener Kaserne ziemlich unspektakulär der Irakkrieg zu Ende.
Aber historische Betrachtungen interessieren hier niemanden. Hauptsache, die Familienangehörigen sind am Leben und gesund zurück. Dass alle wohlbehalten zurückkehren, war unwahrscheinlich. Immer noch gehört der Irak zu den gefährlichsten Ländern der Erde. Die Wiesbadener Soldaten waren stationiert im "Camp Liberty", nordöstlich von Bagdad.
Bis zu 16.000 Soldaten und Zivilkräfte hatten die Amerikaner hier einmal im Einsatz, nun sind es nur noch 2000. Die leer stehenden Cafés und Einkaufmeilen sind Zeugen von Barack Obamas Irakpolitik des Totalabzugs. Der Videojournalist Ashwin Raman hatte mehrfach die Gelegenheit, die Soldaten der amerikanischen Kampftruppen während ihrer Zeit im Irak zu besuchen.
Jetzt hat er sie exklusiv bei ihren letzten Patrouillen, bei der Kommandoübergabe an die Iraker und schließlich auch bei ihrer Rückverlegung nach Deutschland mit der Kamera begleiten dürfen.
Seine Reportage von den letzten zwei Wochen der Wiesbadener US-Soldaten macht deutlich: die Amerikaner hinterlassen ein zerrissenes Land, die Sicherheitslage dort wird sich nach dem Abzug der Kampftruppen nicht entspannen.
Letzte Änderung am: 20.12.2011, 10.33 Uhr